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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1886-01-01 · Heft 2 · p. Seite 89

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
35 (1886)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1886-01-01
Page
Seite 89 (sequence 8)
Language
German
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Recension. 89 lichkeit nicht blos für die literarische Werthschätzung und Benutzung des Talmuds verbunden ist, sondern auch die Verantwortung für den Gebrauch, den Angreifer und Vertheidiger von den durch die Uebersetzung zugänglich gemachten Stücken machen werden. Es ist ein Zeichen meiner aufrichtigen Hochachtung für den Verfaffer, der bei feinen Arbeiten einzig und allein die Liebe zur Sache-leitet, sowie der keinerlei Nebenzwecke verfolgenden Eifer für die Literaturproducte der talmudisch-midraschischen Zeit, wenn ich im Folgenden es unternehme, auf die hervor׳ stechendsten, den gerügten Mangel beweisenden Fehler seiner Arbeit hinzuweisen. Aber ich will damit auch uieinen Wunsch kundgeben, daß die erst am Anfänge stehende Arbeit durch den unermüdlichen Verfaffer auch weitergeführt werde, jedoch weitergeführt in einer Weis«, daß sie ihren Zweck in Wirklichkeit erreiche, daß sie dem 111 it dem Texte des Talmuds nicht Be» kannten die volle Möglichkeit biete, von den agadischen Bestandtheilen desselben in richtiger und leicht zu verstehender Uebersetzung Kenntniß zu nehmen. Der vorliegende erste Band bietet aber leider eine große Anzahl unrichtiger Uebersetzungen, und wo die Arbeit Wünsch's an Unverständlichkeit leidet, dort ist dieselbe zumeist auf mangelhaftes Verständniß des verdeutschten Textes zurückzuführen. Besonders fühlbar macht sich das mangelhafte Verständniß dort, wo Discussionen, Gespräche, Erzählungen mit Anführung der Redenden übersetzt sind. Hier bewirkt naturgemäß ein einziges Versehen in der Abtheilung der Sätze, in der Zutheilung des Gesprochenen an die Redenden und in der Erklärung einzelner Satzglieder heillose Verwirrung. Ich will auf die betreffenden Stellen nur Hinweisen, da eine Vergleichung mit dem Original dies zu berichtigende Versehen ohne Mühe erkennen läßt, die Berichtigung selbst aber eigentlich nur durch eine neue Uebersetzung der Stelle zu geben wäre. Nur hie und

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