Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 35 (1886)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Eine eigenthümliche alte griechische Pentateuch-Übersetzung mit längern Zusätzen
- Date
- 1886-01-01
- Page
- Seite 69 (sequence 10)
- Language
- German
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mit langem Zusätzen. SS Juden und nicht von einem Samaritaner angelegt sein. Man kann zwar dafür nur ein einziges Argument anführen, aber dieses ist unwiderleglich, nämlich daß in derselben der Gottesname mm wiedergegeben ist. Ein Samaritaner hätte ihn, wollte er ihn nicht übersetzen, mit ganz andern Figuren gegeben. Außerdem ist es wohl gewiß, daß der samaritanische Uebersetzer ihn mit griechischen Buchstaben ,laßt geschrieben hat. Theodoret tradir! (Quaestiones lb in Exodum) zu Exod. 6,3 ושמי ר\ לא נודעתי להם. tovt0 (ro övofia) 6h naqa 'Eßqcrfois mpqacnov ovo/uagemc. . . . Tqwftrab 6h 61ä räiv tsaadqwv aroi%sCwv. 610 xal TSTQayqapßarov avrd Xeyovat . . . xaXovai 6h avrd 2 a fia q ei t u 1 '1A B E', ,IovöaZot, 6h ,A'Ca (wohl zu lesen *ASwvaJi). Woher wußte es dieser Kirchenvater von Cyrus, wie die Samaritaner diesen Gottesnamen aussprachen? Gewiß direkt oder indirekt aus der samaritanisch-griechischen Uebersetzung. In einer solchen war wohl z. B. ',ויאמר ר wiedergegeben xal sine yIaßh. Eine aus dem Samaritanische« geflossene Nebersetzüng, welche dagegen eins IIIJII hat, kann daher nur von einem Juden stamme:!. Denn nur für Juden war, wie bekannt, der tetragramniatische Gottesname aqqrytov, atpqaarov, unaussprechlich; er wurde daher als אר(י ausgesprochen. Die Septuagintal-Uebersetzung gab ihn daher consequent durch xvqio s, , der Herr, wieder, ארבי entsprechend. In der letzten Zeit vor der Tempel- Zerstörung haben nicht einmal die Priester die richtige Aussprache desselben gekannt, und die Hohenpriester, welche ihn durch ge- Heime Aeberlieserung kannten, sprachen ihn bei der Funktion am Versöhnungstage im Tempel so leise aus, daß die dabei stehenden niederen Ahroniden ihn nicht vernehmen sollten. Fand nun ein Jude in der samaritanisch.griechifchen Uebersetzung laße, so ging es ihm nicht über die Feder, ihn so zu schreiben, sondern er setzte dafür den hebräischen Namen mit hebräischen Buchstaben יה ו ה nach damaliger Schreibweise f||nl ähnlich wie UIJ1I.