Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 35 (1886)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Eine eigenthümliche alte griechische Pentateuch-Übersetzung mit längern Zusätzen
- Date
- 1886-01-01
- Page
- Seite 64 (sequence 5)
- Language
- German
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- Origen 1× ep/1025440
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6+ Eine eigenthümliche alte griechische Pentateuch-Uebersetzung (27,2—8) die Ermahnung nach dem Uebergang über den Jordan, Steine aufzustellen, die Worte der Lehre darauf zu schreiben und einen Altar zu bauen. Selbstverständlich ist dabei angegeben : der Altar soll auf dem Berg Garizim erbaut werden, statt בהר עיכל in unserem Text. Diese Aenderung gehört zur samaritanischsn Dogmatik. Es ist damit bezweckt hervorzuheben, daß Gott bei der Offenbarung am Sinai zugleich den Berg Garizim als Tempelstätte auserkoren habe. Aber außerden ist zu diesem Abschnitt ein eigener Eingang hinzugesügt: ורדה ב׳ יביאך ה׳ אל ארץ הכנעני אשר אתה בא שמה לרשתה והקמת. Dieselbe Anführung befindet sich auch hinter dem De׳ kalog Deutero. 5,18, mit demselben Eingang und zum Schluß noch $ur Empfehlung des Berges Garizim ההר תה בעבר הירדן אחרי דרך טמא השמש בארץ הכנעני ־ אצל אלוני מרה סול שכם, tranSlocirt und theilweise geändert aus Deuteron. 11, 30. Die meisten dieser im samaritanischen Pentateuch angebrachten Translocationen hat auch die syrische Hexapla, d. h. aus dem Griechischen '). Und in diesen Zusätzen ist in der Regel der Gottesname durch niJII wiedergegeben. So z. B. in dem gefälschten Zusatz zum Dekalog in Exodus: xal Samt iäv siaayyyy oe Jl IJII 6 i)eog aov. Origenes oder ein Scholiast hat demnach aus einer griechischen gr. Uebersetzung des Pentateuchs die darin enthaltenen Translocationen und Additamente entnommen und sie der Hexapla hinzugefügt. Nun könnte man ans die Vermnthnng kommen, daß die Wiedergabe des Gottesnamens in Pipi sich in der gr. Uebersetzung des samaritanischen Pentateuchs befunden habe, und daß also die samaritanischen Uebersetzer aus Skrupolosität den hochheiligen Gottesnamen nicht in griechischer Uebersetzung hätten wiedergeben wollen, sondern ihn in der althebräischen Schrift gelassen hätten, ') Vgl. o. S. 61 Note 2.