Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 35 (1886)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Eine eigenthümliche alte griechische Pentateuch-Übersetzung mit längern Zusätzen
- Date
- 1886-01-01
- Page
- Seite 62 (sequence 3)
- Language
- German
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62 Eine eigentümliche alte griechische Pentateuch-Uebersetzung Denn diese ansgenommenen Bruchstücke bieten nicht, wie die übrigen Versionen, eine verschiedene Auslegung des betreffenden Wotes oder Verses oder das Verhältniß des Originals und der Septuagintal-Uebersetzung zu einander in Bezug auf Defekte» sondern es waren translocirte Verse aus einem pentateuchischen Buche angebracht an paffende Stelle in einem anderen Buche oder auch innerhalb eines .und desselben Buches. Dr. Field hat (nach C e r i a n i) diese translocirten Verse mit ausgenommen in dem mit außerordentlicher Akribie auSgearbeiteten Hexapla zum Pentateuch (Origems bexaplorum quae supersunt, Oxford 1875 T.I.). In allen diesen dislocirten Stellen, wo der Gottesname 'n vorkommt, ist er durch Pipi griechisch wiedergegeben. So bei Meid, p. 92 a die erste größere Stelle: xal eßädiaav Mmvßrjf xal ‘Aa(J0)v 7TQ0g Oagttw xal einov avtm IIIII1 6 ■9sog rööv *Eßgäicov. Außerdem noch p. 93, 94, 95, 96, 97, 99, 113, 115 (zweimal), 116, 246, 249, 251. Diese translocirten größeren Stücke haben sich indeß nicht in dem griechischen Original der Hexaplar -Codices erhalten. Die Abschreiber haben sie als unnützen Balast weggelaffen. Nur in der syrischen üebersetzung der Hexapla sind sie mit ausgenommen, woraus sie Field entgenommen hat. Der ritanischen Textes selbst ins Griechische übersetzt habe, ist gewiß falsch. Denn ßsraßäXXstv bedeutet im Leben nicht: übersetzen, sondern übertragen, an einen andern Ort stellen. Origenes will also mir damit sagen, daß er diesen Zusatz neben die Üebersetzung der betreffenden deuteronomischen Verse der LXX gereiht habe. Sämmtliche Translocationen, welche der Syrer in der Hexapla vorgefunden hat, stammen nicht aus dem samaritanischen Texte, sondern aus einer griechischeu Üebersetzung desselben, wie Ceriani richtig bemerkt hat, und was auch Field acceptirt: Syrum. autem Interpretern has lectiones none textu Hebraeo-Samaritano, 8e d e le.ctionibus graecis, in margine librorum hexaplarium suinpsisse, diserte lestatur subsriptio Exodi in vers. Syr-Hex. ipsa, ut fieri soet, ex g r a c c 0 libro desumta (bet Field Prol. a. a. O.).