Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1885-01-01 · Heft 10 · p. Seite 479

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
34 (1885)
Issue
Heft 10
Article
Bemerkungen über die dem Jehuda Ibn Balaam zugeschriebene Schrift zur hebräischen Laut- und Accentlehre
Date
1885-01-01
Page
Seite 479 (sequence 12)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2829132-2829598-2829609-2875778--23165-2875830
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

479 Schrift zur hebräischen Laut- und Accentlehre. falls die im H. H, vorliegende Version zu Grunde gelegt werden •). Uebrigens fei noch hier darauf hingewiesen, daß W ick es*) unter den aus Jemen stammenden Handschriften des British Museum auch einen Theil des größeren הראיה אלקאר, also der Grundlage des kürzeren הורית הקורא gefunden hat; dieses Bruchstück gelangt, wie ebenfalls Wickes berichtet, in dem zweiten Bande von Ginsburg's mir leider nicht zugänglichen Massora- Edition zuni Abdrucke. 8. Der Inhalt des Taanie HammikrL oder richtiger des Htzrajoth Hakkorö bewegte sich aus jenem Gebiete der hebräischen Grammatik, welches auch dann als Domäne der Mafsoreten betrachtet wurde, als die in Spanien erstandene neue hebräische Sprachwissenschaft für die philologische Erkennlniß der heiligen Schrift neue Grundlagen geschaffen hatte. Das gilt nicht blos von dem Hauptgegenstande unserer Schrift, der Accentlehre, wo es sich fast ausschließlich um die Darstellung der überlieferten Regeln handelt, sondern auch von dem Inhalte der ersten Capitel, besonders des langen 7., in denen meist zur Lautlehre gehörige, aber auch in die Wortbildung hinüberreichende Erscheinungen und Normen dargestellt sind, jedoch so, daß nicht nur der Stoff, sondern auch die Form der Darstellung der massoretischen Tradition entlehnt ist. Das dürfte uns auch dann iricht Wunder nehmen, wenn wirklich Jehuda Jbn Balaam, einer der Hauptträger des wissenschaftlichen Sprachstudiums in der Blüthezeit des I I. Jahrhunderts, Verfasser des Buches wäre. Wissen wir doch, daß sein großer Vorgänger, Abulwal!d M. Jbn ') In Benjacov's Thesaurus l. h. wird 136 .ק, No. 281 das Hör. Hakkörß nach der Inhaltsübersicht bei Dukes, Beitrage!1, 197 beschrieben, aber ohne weiteres dem Jehuda Jbn Balaam zuge« schrieben. Benjacob identificirt aber nicht etwa das H. H. mit dem Taamtz Hammikra, sondern sagt von diesem hx. 210, No.!17) : 1הוא ק« זר מס' הוריות הקורא ונחלק כמוהו לשמם, wobei «r doch wol das unter No. 281, p.!36 beschriebene Werk im Sinne hat. *) A. a. 0. p. 103 f.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.