Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 34 (1885)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Historische und topographische Streifzüge
- Date
- 1885-01-01
- Page
- Seite 447 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2829132-2829598-2829609-2875776--23131-2875798- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Historische und topographische Streifzüge. 447 erblickte, schalt er sie aus (das.):. (יר׳ מרונן כר הוה חמי להון לבבליים) הוה מקגתר להון). In, Sepphoris gab es eine Synagoge der Babylonier (Midrasch zu Genesis e. 33 und j. Sabbat 8 a) כגישחא דבבלאי בצפורץ, Talmud-Jünger verließen Weib und Kind, um die Lehrhäuser in Palästina zu besuchen, was die Palästi. nenser nicht zu rügen verfehlt haben (Gittin p. 6 a). Diese eingewanderten Babylonier, stolz auf den Adel ihrer Abstammung, daß sie Nachkommen der edlen judäischen Geschlechter wären, welche mit dem König Jojachin exilirt worden waren, waren bei dem Eingehen einer Ehe mit Einheimischen so wählerisch, als wenn diese ihnen nicht ebenbürtig wären. Um ihren Stolz zu demüthigen, beschlossen wohl die palästinensischen Mitglieder des Collegiums eine Erklärung zu erlassen, daß die Babylonier ihnen an Geschlechtslauterkeit nachstünden (כבל עיסה לאר<ן ישראל). Der Patriarch Jehuda U konnte nicht dagegen ankämpfen, weil er als Abkömmling von Hillel dabei betheiligt war, oder weil es vielleicht gar darauf abgesehen war, seine Familie zu degradiren. Darum schickte er den Babylonier Chanina ins Treffen; dieser machte eine Tradition von den geachteten Ta» naiten 31' Joss geltend, daß von jeher die Babylonier als Gefchlechts-Iauterer galten denn die Palästinenser. Jehuda U verkehrte mit dem älteren Hoschaja (ר׳ אושעיא רבה oder רובא), wie an vielen Stellen erzählt wird (b. Megilla 7 a '), R' Jochanans Aeußerrmg gegen R' Chija b. Abba : ב ב ל י א למה אחה מסתכל בי! (j. Berachot 10a) ist gewiß in verächtlichein Sinne gemeint. — Es scheint, daß der Tadel, welcher bei Gelegenheit der Orrdination 3t. Ami's und R' Aßi's ansgesprochen wurde gegen solche, welche nicht diesen gleichen, gegen Babylonier gerichtet ist. Diese Beiden waren Babylonier. Darauf paßt die Sentenz (b- Synh. l4a) כי ממכו לר' אמי ולר' אסי שח להו הבי: כל מן רי ן וכל מן ריןסמוסו ל 3 א: לא תסמכו לנא לא מסרטיטץ ולא מן סרמיסין. Die LA. ist zweifelhaft. Nach R' Hai's Erklärung bedeutet סרמומין, verworren, confusi, und סרמוטין oder סרטוטין, solche, deren Gedächtnis; unsicher ist. Das scheint sich auf die eingewanderten Babylonier zu beziehe».