Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 34 (1885)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Studien zur Aggadah
- Date
- 1885-01-01
- Page
- Seite 400 (sequence 16)
- Language
- German
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400 Studien zur Aggadah. zwei derartige Homilien zu I Reg. 5,10 und 13; die erstere von ihnen zeigt eine gemischte Strophik und beginnt nur die ersten drei Strophen mit dem Refrain °° מה היחה הכמתן של, während die letztere (S. 35 n) an der Spitze ihrer vier Strophen den Refrain trägt וכי אפשר לו לארם לדבר על. Außerdem ist noch hauptsächlich anzugeben, Piska 8 S. 71 a, wo eine vierstrophige, allerdings nicht sorgfältig durchgearbeitete Homilie als Anfangsrsfrain wiederkehren läßt ••היא שעטרה להם בימי. b) Homilien, deren Strophen auf einen Refrain ausklingen, oder bei'-denen das strophische Schwergewicht in den Schluß fällt, treten in ihrer strophischen Gliederung nicht immer gleich deutlich und scharf hervor, schon weil bei diesen öfters auch andere Theile der Strophe refrainartig sich zu wiederholen pflegen; '> z. B. Piska 4 Peth. 1 (S. 29 b), wo der Schlußrefrain lautet: מי עשה כן מי גזר כן מי צוה כן לא יחיה של עולם; Piska 11 Peth. 7 (S. 98b) eine Homilie zu dem Hemistich אם עלי ארמה׳ הועגן mit dem Schlußrefrain ואת אומר א' ע׳ א׳ ת' היא עכירה דירך; Piska 17 Peth. 3 (S. 130 b) die bereits oben übersetzte Homilie רכי אומר mit dem Schlußrefrain והוא מתרעם לפגי ואומר Hierher sind namentlich biejeirigeu Homilien zu rechnen, in deneu הוי mit dem Textvers die einzelnen Strophen abschließt: Piska 6 Peth. 1 (©. 57 a) mit dem Schlußrefrain הוי (* אם s) Gegen die Echtheit oder Ursprünglichkeit dieser Pethichah lasten sich allerlei Bedenken erheben: a) beginnt sie mit 'ש' ה 'I, was gegen ihr Alter oder ihre Integrität spricht, b) überwiegt in ihr der halachische Stofs in ungewöhnlicher Weise, es wird in der Pesikta וכן zur Verbindüng strophischer Glieder, nur noch einmal gebraucht und ebenfalls an einer zweifelhaften Stelle S. 45 a ff.; auch dem Refrain gebraucht es an Gleichmäßigkeit der Anwendung und des Zutreffens, indem für das erste Glied NIL D und für dis anderen 2' עשר nicht zutrifft. Vielleicht war diese Pethichah ursprünglich gar nicht strophisch, bestand nur aus dem ersten und letzten Glied, und erst später sind die anderen Glieder eingeschoben worden. — *) Die Anordnung der strophischen Glieder in dieser Homilie bedarf