Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 34 (1885)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Studien zur Aggadah
- Date
- 1885-01-01
- Page
- Seite 392 (sequence 8)
- Language
- German
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39L Studien zur Aggadah. aus haben wir die Pethirah eine exemplifizirmde oder para- I deiktische Homilie genannt, dh. eine Homilie, welche eineil 1 Textvers mit der Tendenz behandelt, seinen Gedankengang an einem individuellen, bestimmt präcisirten Fall zu entwickeln - und §u verdeutlichen. 3. Die strophische Homilie.;] Von den stylistischeu oder rethorischen Darstellungsmilteln, .־ wie sie dazu dienen, eine Reihenfolge von Gedanken zu binden und zu ordnen, ihrem Vortrag ein entsprechendes, intensiveres Kolorit zu geben, kommt in unserer Pesikta kaum viel mehr zur;; Anwendung, als etwa hin und wieder eine gewisse Symmetrie jj in der Anordnung und eine Art Parallelismus des sprachlichen i Ausdrucks, wenn man die öftere Wiederkehr derselben Worte \ und Wendungen so bezeichnen darf. Aneinander gereihte Ausjf fnhrungen, die in einem verwandtschaftlichen Verhältniß 51t einander stehen, indem sie an dieselben Verse anknüpfen, oder einerlei Gedanken zu Grunde legen, oder demselben aggadischen ß Genre angehören, zeigen nicht bloß hier und da eine gewisse | Schablonenhaftigkeit im stereotypen Gebrauch irgend einer rhe- 1 torischen Figur, sondern noch häufiger eine unverkennbare Hornöologie d. h. sie bedienen sich möglichst des gleichen Wortlautes t und derselben Redeweise, infolge dessen gleichlautende, einförmige; Gruppen oft nebeneinander hergehen. Der Verfasser der Pesikta ץ ihre Begründung gegeben; sie gewinnt aber volles Licht, wenn ange» nommen werden kann, daß eine Pethirah die vorhergehende Versreihe mit Bezug aus Esau ausgelegt hat, welche Pethirah. für uns nicht mehr vorhanden, jedoch wahrscheinlich existirt hatte. — Wir fügen zum Schluß $ noch hinzu, daß statt פתר ober זה in jüngeren Midraschwerken sich auch .,,מדבר ב findet, wie Z. B. Wajikra rabbah Parsch. L zu אז דברת בחזון f: לחסידך. In unserer Pesikta kommt es nur e i n mal vor, in den Tischriplskoth S. 150 b מדבר ביעקב, wo es jedoch mehr in worterklärender, nicht in paradMischer Bedeutung zu verstehen ist; in Bereschit rabbah jej doch ist es zwei mal zu lesen: Parsch. 32 Peth. 1 und Parsch. 34 Peth. 4.-r, 1