Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 34 (1885)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Über den schwierigen Ausdruck zaqur in Ps. 103, 14
- Date
- 1885-01-01
- Page
- Seite 377 (sequence 2)
- Language
- German
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377 lieber den schwierigen Ausdruck 112k in Ps. 108,14. theils eine mit Jntsnsion gethane oder sehr häufig wiederholte Handlung. So: unheilbar krank, חתץ emsig, ננצום gewaltig, עתם listig im höchsten Grad. Ebenso im" Neu hebräischen :!1712 überaus besonnen, 1«2 der Delator, Talm. Krit. 2 d, doch hat״ die Paraüelftelle in Bab. kam« Sa. die Lesung 1OD. Allein das. 62 a findet sich wieder die Bezeichnung iwv- Vielleicht wurde diese letztere Bezeichnung — nach der Jntensioform פעול gebildet — eben nur für den Delator gebraucht, der die Angeberei gleichsam als Gewerbe betreibt, während derjenige, der bloß einmal dieses Detictes sich schuldig gemacht, ic>1v genaunt wurde. Nach dieser Auseinandersetzung behebt sich die Schwierigkeit in Ps. 163,14. Das dort gebrauchte 1,מד ist keineswegs Part, passivum, sondern nomen intensionis. Gerade von Gott, bei dem kein Vergessen möglich ist, zu dessen Wesenheit Wissen und Denken gehört, mußte gesagt werden . 1121, Gott ist der Denkende xaz i'ßox'ijy. Hiermit löst sich noch eine andere schwierige Stelle, Jerem. 19,14: vmf חץ. Nach Raschi's 2. Ansicht, der auch Jos. Kimchi und ebenso Ge» senrus, Wörterb. 8. v. folgen, bedeutet dies: Ein tödtender Pfeil. Demnach jedoch wäre ja die im Kethib enthaltene Lesung שוחט die richtige, und warum ward diese somit im Keri in שחוט umgeändert? Nach unserer Auseinandersetzung jedoch geschah diese Aeuderung mit feinem Sprachgefühl. Durch die Lesung חץ שחוט לשונם wird eben das dort angewendete Bild noch um vieles drastischer: Ein hin raffender Pfeil ist ihre Zunge. Sollte man jedoch gegen unsere hier entwickelte Ansicht einweuden, wie es denkbar sei, daß durch eine und dieselbe Form פעול zwei diametral entgegengesetzte Bedeutungen bezeichnet werden