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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1885-01-01 · Heft 8 · p. Seite 339

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
34 (1885)
Issue
Heft 8
Article
Ein von Titus nach Rom gebrachter Pentateuch-Codex und seine Varianten
Date
1885-01-01
Page
Seite 339 (sequence 3)
Language
German
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und seine Varianten. 339 und darauf bezügliche Sagen, die sonst nirgends in der rabbinischen Literatur Vorkommen. Da die Schrift schwer leserlich ist, so entging Rapp o port, Zunz und anderen Gelehrten, denen die Handschrift zu Gesichte kam, viel Interessantes, das sonst ihre Aufmerksamkeit erregt hätte. In diesem Midrasch-rabbati findet sich nun zu Genesis 45,8 folgende Stelle: בספרו של ר׳ מאיר כתוב זישני לאב שנאמר אשר ישה ברעהו דין הוא מן טליא דכתיבן באוריתא רנפקת מן ירושלם בשביתא וסלקת לרומי והות גניוא בכגישתא דאסוירוש ..... d. h. im Buche (Thora-Rolle) des Rabbi Meir ist geschrieben וישני לאב (an Stelle unseres וישימני לאב) wie geschrieben steht: der dem Seiuigen leihen wird (Deut. 15,2). Dies ist eines der Dinge, welche in der Thora geschrieben stehen, die aus Jerusalem in's Exil ging, nach Rom wunderte und in der Synagoge des Asverus aufbewahrt war. Der Midrasch läßt darauf 32 Stellen folgen, in denen der jerusalemitische Text von dem unsrigen abweicht, und beschließt seine Mittheilung mit den Worten: הוו בתיבין באורייתא p דנפקת מירושלם d. h. so waren sie in der Thora geschrieben, die aus Jerusalem kam. — Sprache und Inhalt bezeugen den geschichtlichen Charakter dieser Tradition. Kimchi theilt uns aus ihr bloß den Anfang mit, aber mit denselben im Midrasch Bereschit-rabbati vorkom« wenden Worten. Es ist wahrscheinlich, daß Kimchi, der wie R. Moses Ha-Darschan in Narbonne lebte, dessen Midrasch gesehen und seine Mittheilung aus demselben geschöpft hat. Jedenfalls steht es fest, daß sich in der Synagoge des Severus in Rom ein alter Codex befunden hat׳ Wie aber verhält es sich mit dieser Synagoge? Die Geschichte weiß nichts von ihr zu erzählen. Suchen wir daher erst ihre Spuren ausfindig zu machen, um dann zu den Varianten überzugehen. 22*

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