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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1885-01-01 · Heft 7 · p. Seite 301

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
34 (1885)
Issue
Heft 7
Article
Historische und topographische Studien
Date
1885-01-01
Page
Seite 301 (sequence 13)
Language
German
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Historische und topographische Streifzüge. 801 her oder kurz nachher erlassen worden sein, da es zwischen 337 und 353 anzusetzen ist.. Wie konnte aber dieses Verbot wirksam gemacht worden sein? Justinians Verbot, das jüdische Pascha vor dem christlichen zu begehen, war durchführbar. Die Juden wurden beobachtet, daß sie sich nicht festlich kleiden, nicht in den Bethäusern das Festritual beten und Alles das nicht üben, was in die Augen fällt. Curiosi oder Policisten gab es damals übergenug in Stadt ,und Land, welche das Thun der Inden beobachten konnten.. Aber wie konnte Coustantius oder sein Hofklerus dahinter kommen, ob das Jntercalationsverbot auch eingehalten worden ist? Allerdings dem Patriarchenhaupte, das eine Art amtliche Stellung hatte (die Patriarchen führten den pomphaften Titel illusöres, clarissimi, und wie die christlichen Bischöfe Immunitäten Genosfen hatten), konnte mit der Drohung, die Prärogative einznbüßen, die Nachachtung dieses Verbotes eingeschärft werden. Auch konnte es dahin gebracht werden, die Vorkehrung zu unter» lassen, dis zur Bekanntmachung des Schaltjahres gedient hat, nämlich Sendboten mit enchklischen Briefen in die Diaspora auszusendeu, die Jnterealation bekannt zu machen. Den Sendboten konnte ferner aufgelauert und die bei ihnen befindlichen Sendschreiben durchsucht werden. Dergleichen muß auch vorgekommen sein; denn als trotz des Verbotes die Synhedristen die außergewöhn« liche Einschaltung doch an Raba und an die babylonisch-persischen Gemeinden schriftlich bekannt machten, thaten sie eS in einer Räthselsprache. Wozu dieses? Römer und Griechen hätten das Hs» bräische doch nicht verstanden, wenn es noch so deutlich geschrieben wäre. Es muß also nur wegen der getauften Juden räthselhaft gehalten werden sein, welche wahrscheinlich zum Spioniren und Durchsuchen gebraucht wurden; diese sollten hinters Licht ge« führet werden. Man denke «man den Apostaten Joseph von Tiberias und andere Täuflinge jener Zeit, die es sich gewiß nicht hatten

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