Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 34 (1885)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Studien zur Aggadah
- Date
- 1885-01-01
- Page
- Seite 268 (sequence 12)
- Language
- German
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268 Studien zur Aggadah. und Ahitofel contra David individuell bestimmt, :vorauf dann die Begründung erfolgt, daß sie רבים genannt werden können, daß sie zu der Behauptung אין ישועתה לו בריחים wol berechtigt sind u, s. w., während sie von den Rabbanan als die Nationen der Erde contra Israel präcisirt werden, worauf derselbe Wortlaut wiederum diesen nach ihrem Maaß zugepaßt wird. Ebenso wird, um diese Methode noch an einem zweiten Beispiele zu erläutern, Piska 4 Peth. 2 [6. 33 a] von N. Chanin bar Pasi in einer kurzen Pelhirah 'אמרות ה als ,פרשת פדר spezialisirt und die Begründung dafür aus מזוקק שבעתים hergeleitet. An dieser individualisirenden: oder spezialisirenden Auslegungsmethode ist die Pethirah auch dort leicht zu erkennen, wo aus irgend einem Grund, dessen Berechtigung wol wiederum in den Grundschriften zu suchen sein dürfte י), von der sie ankündigenden Einführungsformet Abstand genommen ist. In diesem Fall wird die Spezialisirung gewöhnlich durch ein ,זר 0 Man wäre zur Annahme geneigt, daß wo die Pethirah einem Autor zugeschrieben wird, dies mit פתר geschieht, wo dieselbe aber unbe» nannt bleibt, dieser Terminus fortfällt. Dem ist aber durchaus nicht so. Piska 2 Peth. 2 (S. 11 a>, die wir hier in der Uebersetznng anführen, nennt den Verfasser upd hat doch kein מתר, ebenso wenig Peth. 3 (S. nb ר׳ יוחנן פחת) und Peth. 6 (S. 14b ר׳ יורן פתח); ferner giebt Piska 10 Peth. 1 (S. 79 b Ti ברצות) Pethiroth von R. Meir, R. Josua u. a,, ohne sie mit מתר zu etikettiren. Dagegen werden anonyme Pethiroth ab und an mit מתר markirt, wie רבנן מתרץ S. 10 b, 6v12a, was bei der ^O-Formel niemals vorkommt. Interessant ist m dieser Hinsicht Piska 30 Peth. 4 (6. 192 a תן חלק לשבעה); hier werden die Tanann R. Elieser, R. Nechemiah und R. Josua ohne פתר genannt, dagegen R. Simon und R. Asarjah namens R. Jehudah bar Simon mit einem מתר bedacht, freilich wird wiederum gegen alles Erwarten dem mit R. Simon und seinem Sohne fast koätanen R. Lewi das פתר entzogen, welche Unregelmäßigkeiten eben nur aus den Grundschristen zu erklären sein dürsten. So viel jedoch kann man als feststehend betrachten, daß den Tanaim kein פתר zugeschrieben wird; diejenigen Aggadisten, bei denen es sich findet, gehören ungefähr demselben Kreis und derselben Zeit an, für welche die NNS-Formel in Anspruch zu nehmen ist. —