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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1885-01-01 · Heft 4 · p. Seite 183

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
34 (1885)
Issue
Heft 4
Article
Studien zur Aggadah
Date
1885-01-01
Page
Seite 183 (sequence 18)
Language
German
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IRI
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Studien zur Aggadah. 183 gezogen wird. Denn es scheint für die Pethichah unerläßlich, jo in ihrem Wesen begründet, daß sie zu einem, vom Textoers verschiedenen, Schlußvers ausläuft. Doch, worin besteht denn eigentlich das Wesen der Pethichah? Dr. Theodor erklärt sie für ein P r o ö m i u m und ist zu dieser Annahme wahrscheinlich durch ihre Bezeichnung als פתיחה veranlaßt worden, die er damit übersetzt hat. Dabei gesteht er, wie auch ganz richtig, — selbst zu, daß man die Proömien nicht etwa als Einleitung zu der Auslegung der Piska betrachten darf, da Ln gar vielen Piska's die Proömien an Umfang der eigentlichen Auslegung gleichkommen oder dieselbe Piska 7 soll jetzt nur noch besprochen werden, weil sie den Eindruck völliger Regellosigkeit macht. — Peth. 1 (6. 62 a) muß mit לפיכך כתיב ובי geschloffen, dagegen אבל משד» אמר וכי gestrichen werden. Das weist die Pesikta rabbathi genügend aus, und es stimmt auch sachlich zu dem Inhalt der Pethichah, die sich nur mit David beschäftigt; Moses' Aeußerung כחצות im Gegensatz zu dem späteren כחצי wird erst weiter (S. 63 b) von R. Simon ben Jochai besprochen. — Peth. 2 (S. 62 b) wird dieselbe Schlußformel von der Pefikta rabbathi nachgewiesen. Hierbei sind die Worte אבל אני עמל היא בעיני zu streichen, da David kein Jntereffe daran bekundet, טיפה של ככור unterscheiden AU wollen. Diese Worte sind aus der vorhergehenden Pethichah hinübergekommen, müssen daher fort und gleich nach 'אלא ה' ק׳ כיח ist zu lesen לפיכך כחיב ובי. Die Pethichah will Folgendes sagen: Gott allein weiß, טיפה של בכור zu unterscheiden, nicht die Dämonen, darum ist Gott selbst ausgezogen, die Erstgeborenen Aegyptens zu erschlagen. Dieselbe Anschauung findet sich in der Mechilta, wo das direkte Eingreifen Gottes aus dem Zusammenspiet der Verse והכתי und והי הכה erst eruirt wird. — Peth. 4 (S. 62 b חצות לילה וכי) muß ebenfalls am Schluß mit לפיכך כתיב וכי ergänzt werden, wofür freilich kein anderer direkter Beweis anzuführen ist, als daß nur dadurch die Auslegung von משפט und צדקה in Bezug auf den Auszug ans Aegypten als letztes Glied verständlich wird, während Ruth Rabbah (Perasch. 5 Anfang) die Auslegung in Bezug auf Ruth, hier das zweite Glied, an's Ende stellt, was übrigens vom geschichtlichen Standpunkt aus das Richtige wäre. Ruth Rabbah scheint den befferen Text bewahrt zu haben, denn an das dort von R- Levi angeführte כאותה ד«לילה וכי würde sich לפיכך כתיב sehr paffend anschließen. —

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