Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1885-01-01 · Heft 3 · p. Seite 98

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
34 (1885)
Issue
Heft 3
Article
Eine maroretische Studie über Versabtheilungen im Pentateuch und in den übrigen biblischen Büchern
Date
1885-01-01
Page
Seite 98 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
83% known words query
IRI
…/2829132-2829598-2829602-2875364--22755-2875381
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

08 Eine masoretische Studie. Ueber Versabtheiluug in d. h. Leviticus 8,23 bilde die Hälfte der pentateuchischen Verse. Nehmen wir die oben angegebene Gesammtzahl der Verse als Exemplification an, so würde nach dieser Theilnng schon bei Le. 8,23 die Vsrszahl 2944 betragen. Zwischen Lev. 13,33 und 8, 23 liegen 144 V. Also während nach der einen Theilungsangabe bei L. 8,23 schon 2944 VV. gezählt wurden, belrug die Zahl nach der andern nur 2800. Da die Annahme, daß Massechet Sopherim in Palästina zusammengestellt worden sein muß (Joel Müller Einl. § 15) unanfechtbar ist, so folgt daraus, daß die Palästinenser bis L. 8,23 144 VV. mehr zählten als dis Babylonier, und diese Abweichung kann nur daraus erklärt werden, daß sie längere Verse in Genesis, Exodus und Leviticus bis Cap. 8 in zwei oder drei getheilt haben. Also die Differenz zwischen den Babyloniern und Palästinenser» be> züglich der Versabtheilung war bedeutend. Nach einer palästinenfischen Tradition über die Gejammtzahl der pentateuchischen Verse, zeigt sich die Differenz als noch viel, viel größer (w. n.), Daß übrigens die Palästinenser bis Levit. 8, 23 die Hälfte der Pentateuch-Verse gezählt haben, bestätigt auch eine masoretische Notiz. Dreimal kommt in diesem Capitel das Wort וישחט im Anfang des V. vor (17,19,23), und jedes derselben hat ein verschiedenes Accentzeichen, (in der Masora bezeichnet: '1 וישחט קסונים ומשתנק בטעטא: קדמא רביע, תנינא אתנחתא תליחא שלשלת. וסימן (יישן, יושב ,עומר. Daß das וישחט iü 23 ein besonders seltenes Accentzeichen und noch dazu ein Pesik ‘) Diese Termini sind noch nicht genügend erklärt, vgl- Frensdorf Masora Magna I p, 6 unter ל. Einige dieser Termini kommen in der merkwürdigen Notiz des Machsor Vitry vor (üerem Echeined IV 203) : שטעמי הנגינות הם שנאמרו למשה מי תולש ומי ווקף ומי יושב ומי עומר ומי העולה ומי היורד ומי המונח אבל סימני הנגינות מוםרים הוא -שתקנום, ולפיכך אין ניקור נוברני (.! טכרני) רומה לגיקיד שלנו, ולא שניהם דומים לניקוד ארץ ישראל.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.