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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1885-01-01 · Heft 2 · p. Seite 90

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
34 (1885)
Issue
Heft 2
Article
Schreiben an Master Th... in Triest über Kohelet
Date
1885-01-01
Page
Seite 90 (sequence 17)
Language
German
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90 Schreiben an Master Th. . . In Triest über Kohslst. als Resultat gereifter Erfahrung dis platte Bemerkung haben sollte: ״wer nicht klug ist, kann nicht belehrt werden, manche Klugheit ist voll von Bitterkeit"! Das soll eine Parallele sein! Lob und Tadel der Klugheit in einem Athen!? rvhj- ‘Jvvovaa mxoCctv ist nicht gesichert. 15) Muß denn S. 26, 3 den Gedanken, daß ein gutes Weib ein Loos von Gott ist (das Entgegengesetzte, daS Wr. citirt, kommt nicht vor), muß er denn dieses aus K. 7,26 f. enthlehnt haben? Diese Erfahrung können Beobachter in jeder Zeit selbständig machen und aussprechen. Und dann wäre S. von K. abhängig, so durfte er gar nicht von einem guten Weibe sprechen. Denn K. predigt in diesen Versen einen absoluten Weiberhaß. Unter Tausend Weibern fand er nicht eine einzige gute. Gerade o-eier Vergleich beweist, daß Sirach nicht nach K. gearbeitet hat. 16) Die von Mr. Tyler gefundene Parallele zwischen S. 33,11 iv nlqUsi, irußTrj!.1rjg und dem tu K. gebrauchten Ausdruck כיב חבפה hätte Wr. nicht adoptiren sollen. Muß denn ein Schriftsteller vom andern diese» einfachen Begr'ff ״in der , Fülle des Wiffens oder der Weisheit" entlehnt haben? Ueb׳ j rigens kommt ja auch in Ezechiel 23, 5 •ברב חכמתך vor. 17) Mehr Beachtung verdient die von Tyler gezogene Parallele S. 33,14—15 und K. 15—7,13׳. Allein der Gedankengang ist so verschieden, daß eine Entlehnung völlig ausgeschloffen ist. In K. ist der Gedanke, daß Gott das Unglück eben so geschaffen habe ראה גם אחזה (יום רעה) לעסת זה עשה אלהים j daß das Unglück gewisiermaßen eine Fatalität sei, nur ange-! führt, um zu mociviren, daß man sich von! in ö g l i ch e n U ix•• glück nicht niederbsügen und im Genuß des Augenblicks nicht stören lassen soll. S. dagegen will beweisen, daß Gott direkt Gegensätze statnirt habe: <5vo, ׳Wo, gv xarivavu mv gvog, Er hat heilige Tage gegen Werkeltage eingesetzt. Unter den entlehnt

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