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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1885-01-01 · Heft 2 · p. Seite 77

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
34 (1885)
Issue
Heft 2
Article
Schreiben an Master Th... in Triest über Kohelet
Date
1885-01-01
Page
Seite 77 (sequence 4)
Language
German
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Schreiben an Master Th. . . in Triest über Kohslet.?7 .הלל ... מה עשה שלח והביא צאן ׳ ־ ־ באוחה שעה נקבעה הלכה כבית הלל Im Anfang von Herodes' Negierung snngirten noch Schemata und Abtalion, die Vorgänger von Hillel und Schammai; diese Gesetzeslehrer snngirten während Herodes übrigen Negierungszeit, was unerschütterlich feststeht, da Hillel erst im Jahre 30 ante Synhedrialpräsident wnrde. Folglich blühte Baba Ben-Buta, ein Jüirger Schammai's, erst n a ch Herodes Tod, vielleicht gar erst kurz vor dem Ansbruch des Krieges, als die Schainaiten mit den Zeloteil vereint, das Uebergewicht erhielten. Folglich ist diese ganze Erzählung von Herodes' Unterredung mit ihm legendenhaft. Nebenher sei noch ermähnt, daß aus andern Notizen im Talntud über Baba hervorgeht, er sei gar nicht blind gewesen. Sie lasseil ihit nngeführt aus und eingehen und gar als Richter fungiren, wozu doch ein Blinder nicht zugelassen wurde. Die Sage von Baba b. Buta im Verkehr mit Herodes entstand wohl aus der historischen Nachricht, daß dieser die angesehene Bene-Baba, welche sein Schwager Kostobar so ^ange verschollt utib verborgen gehalten, hatte unibringen lassen (Josephus Alterth. XV, 7,10). Aber Bene-Baba ist nicht identisch mit Baba Ben-Buta. Klingt schon die Erzählung von dem Dialog zwischen Herodes und Baba drollig und höchst komisch, daß sich der Erstere auf eine talmudische Auslegung beruft, daß man einem Fürsten fluchen dürfe, wenn er'nicht israelitisch handelt, בעושה מעשה עמך, als wen» Herodes so sehr kundig der geschraubten Deutungsiveise gewesen wäre, so erweist sich darin das Legendenhafte noch besonders, daß diese Interpretation, daß das Verbot: ״du sollst einem Fürsten in deinem Volke nicht flucheil," aus einen Gesetzesübertreter nicht anivendbar sei, erst lange, lange nach Herodes, von einevl Gesetzeslehrer Jehuda Ben Bathyra» gemacht worden ist. (Mechilta ed. Fridm. p. 97 und richtiger und besser erhalten in JalkutPentateuch Nr. 35 l): ר׳ יהודה בן בתירה אמה ונשיא תלמוד לאמה בעמך לא I בעמך לא תאור י אי נשיא כאחאב וחביריו

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