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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1884-01-01 · Heft 12 · p. Seite 574

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
33 (1884)
Issue
Heft 12
Article
[Rezension]
Date
1884-01-01
Page
Seite 574 (sequence 4)
Language
German
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Gedankenschatz desselben zu heben, um ihn seinen Glaubensgenassen zu vermitteln. Es geschieht auch aus seiner religiösen Ueberzeugung und der hohen Würdigung seines Glaubens heraus, daß er unablässig bemüht ist, seine Glaubensbrüder auf die Höhe der Zeitbildung zu heben ... . . . Sein Humor, seine Erzähluugskunft und nicht am wenigsten seine Frivolität sind Züge, welche dem italienischen Nationalcharakter entlehnt sind". Befreundet mit Dante, hat er auch italienische Sonette gedichtet. Er ist überhaupt ein beredtes Zeugniß dafür, daß ״die künstliche Veranstaltung der Abzeichen, mit welcher Jnnocenz III den Ausschluß der Juden aus der menschlichen Gesellschaft bezweckte, ihren innigen Anschluß an dieselbe und an die sie erfüllenden geistigeu Interessen nicht zu verhindern vermochte." Wenn auch Kaiser Friedrich II, der nicht eben kirchlich gesinnt war, von Härte gegen die Juden nicht freizusprechen ist, so ist doch andererseits hervorzuheben, daß er jüdische Gelehrte heranzuziehen wußte, einen regen mündlichen und schriftlichen Verkehr mit ihnen unterhielt und sich Uebersetzungen aus den arabischen Philosophen von ihnen anfertigen ließ. So sagt der in Neapel lebende Jacob b. A b b a-Mari Anatoli am Schlüsse seiner Uebertragung von Averross Commentar zum Organon, die er 1332 beendete, daß er eine Pension vom Kaiser habe, welcher, wie er hinzufügt, (s. Munk, Mslanges p. 335) ״die Wissenschaft liebt und diejenigen, die sich damit beschäftigen." Die politische Stellung der Juden in ganz Italien war durch das Mittelalter hindurch im allgemeinen eine günstige, desto betrübender ist es, daß sie, am Ausgange desselben, den 25. Juli 1511, ״durch Concurrenzneid, der sich hinter religiösem Eifer versteckte," sagt der unbefangene Spanö Bolani, aus Calabrien, das zur Zeit unter spanischer Herrschaft stand, vertrieben wurden. ״Von einer Massentaufe der Juden in Pulten, sowie von einer Vertreibung derselben unter Carl, als welchen wir

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