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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1884-01-01 · Heft 11 · p. Seite 494

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
33 (1884)
Issue
Heft 11
Article
Die kriegerische Bewegung in Palästina am Ausgange des zweiten Jahrhunderts
Date
1884-01-01
Page
Seite 494 (sequence 14)
Language
German
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494 Die kriegerische Bewegung in Palästina der Römer überliefert haben, waren Söhne von zwei Gesetzeslehrern, welche den Aufstand unter Mark Aurel begünstigt hatten, R' Simon B e n - I o ch a 'i', welcher direkt gegen die Röiner provocirt hatte und deßwegen sich in einer Höhle verborgen halten mußte, und R' Jos«', welcher bei der Verhandlung darüber geschwiegen hatte und deßwegen von Sepphoris nach Laodicea verbannt wurde. Warum sind gerade die Söhne dieser antirömisch gesinnten Tanaiten zu Häschern bestellt worden? Sollten sie nicht deßwegen zu diesem mißlichen Geschäfte gezwungen worden sein, weil sie auf die Probe gestellt werden sollten, ob sie mit den Aufständischen sympathisirten? R' Jsmaels Erwiderung spricht dafür: ״Warum überlieferst Du das Volk unseres Gottes zum Tode? Was kann ich thun (antwortete er) ״es ist der Befehl des Königs" (Kaisers). Das Resumö dieser Untersuchung würdesich also folgendermaßen zusammenfassen lassen. Unter Severus haben die Juden zweimal eine kriegerische Bewegung in Palästina unternommen, das erste mal im Jahre 193—94 zu Gunsten dieses Kaisers gegen Pescennius Niger, und diese hat sich besonders gegen die Samaritaner gewendet. Deswegen hat sie Severus begünstigt und gegen die Samaritaner feindliche Gesetze erlaffen. Mehrere Jahre später 198—200 war eine zweite Bewegung gegen Severus gerichtet, welche niedergeschlagen wurde und den Beschluß eines jüdischen Triumphes veranlaßt hat. In Folge dessen erließ Severus feindselige Gesetze gegen die Juden, und nahm die Samaritaner wieder in Gnaden auf. Die an dem letzten Aufstand Betheiligten wurden verfolgt, und zwei Gesetzeslehrer mußten ihre Hand dazu bieten, diese anzugeben. So kommt auch die Tradition zu ihrem historischen Rechte: als R' Simon b. Gamaliel starb, nahmen die Leiden zu, als Rabbi, sein Sohn, starb, verdoppelten sich die Leiden '). Da Rabbi, d. h. der *) Tosefta Sota XV eb. Zuckern!, p. 321,24 und übergegangen in beide

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