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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1884-01-01 · Heft 10 · p. Seite 443

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
33 (1884)
Issue
Heft 10
Article
Exegetische Studien zu den Salomonischen Sprüchen
Date
1884-01-01
Page
Seite 443 (sequence 11)
Language
German
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Exegetische Studien zu den Salomonischen Sprüchen. 443 ״ergriffen werden", so auch eine Glosse in 8. evaZoowt;, ״leicht zu fangen". Es muß also gelesen werden חתפש, Passiv. Dann braucht die Eidechse nicht Hände zu haben. Gemeint ist die ägyptische Eidechse, welche mit großer Behändigkeit an glatten Wänden kriechen kann. In hohen Zimmern in Königspalästen fühlt sie sich am Sichersten, weil sie da sehr hoch hinaufkriechen und dergestalt von den Händen nicht erreicht werden kann. — Man muß doch sofort darauf kontmen, daß בידים תחפש eine Schwäche bedeuten muß, da auch von dem übrigen kleinen und gewitzigten Thier neben ihrer starken Seite auch ihre Schwäche hervorgehoben wird. נמלים עם לא עו, dann שפנים עם לא עצים, endlich מלך אין לארבה. Offenbar will aber, wie gesagt, der Spruchdichter von diesem Gleichnisse die Nutzanwendung auf menschliche Verhältnisse oder auf die zeitgenössische Gesellschaft gemacht wissen. Weint diese noch so winzig und schwach ist, keinen rechten Führer hat, und leicht unterjocht werden kann, so fönute sie durch Fleiß, Vorsieht, innere Ordnung und Geschicklichkeit den drohenden Gefahren entgehen. Man könnte darin eine Andeutung auf die Abfassungszeit dieses Nachtrages erkennen, nämlich die Zeit nach der Rückehr ans dem Exile, als das Volk winzig und schwach war, keinen König hatte — und die Hohenpriester an der Spitze schlechte Führer waren, und es leicht wie die Eidechse eine Beute der Feinde hätte werden können Das letzte Gleichniß von den vier Wesen mit schöner Gangart bedarf einerweiteren Erklärung, da die Ausleger sich dabei auf's Rathen gelegt haben. וחיר »ים ist gewiß weder Streitroß, noch Windspiel (was vermittelst einer erbärmlichen Etymologie hergeleitet wird.) In der Lalmudischen Literatur, aus dem Leben gegriffen, ist זרויר jedenfalls ein Vogel, wahrscheinlich ein SLaar (vgl. Levy talmud. W.B.). Hier aber kann es nur ein Hahn sein, wie fast sämmtliche alten Versionen es wiedergeben, und

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