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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1884-01-01 · Heft 10 · p. Seite 436

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
33 (1884)
Issue
Heft 10
Article
Exegetische Studien zu den Salomonischen Sprüchen
Date
1884-01-01
Page
Seite 436 (sequence 4)
Language
German
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436 Exegetische Studien zu den Salonionischen Sprüchen. ואל למדני חכמה statt ולא למרחי, dazu paßt b. affirmativ. ־ועת ״ קדשים אדעich weiß die Erkenntniß von Seiten der Heiligen' (Engel). Dieser V. bildet die. Ergänzung zu V. 2 ילא כינה אדם ״ ל׳ich habe nicht die Einsicht von Menschen" ich besitze nicht menschliche Einsicht, d. h. selbstständiges Wissen. Auch כעד אנכי מאיש ist so zu fassen, gewissermaßen מהכמה איש. Kurz in den ersten beiden VV. wird göttliches Wisicn und menschliches Wissen entgegengesetzt, das Letztere wird als unvollkommen und eitel dargestellt. Dahin zielen die Fragen in V. 4—5. Vermag menschliches Wissen diese Fragen zu beantworten? Dagegen Gottes Wort ist lauter und klar, V. 5. כל אמרח אלוה צרופה, in einem andern Sinn als in Ps. 18, wo es ״Versprechen, Verheißung" bedeutet, hier aber ״Lehre", wie in Ps. 119,140. תורתך — צרופה אמרתך. Kurz V. 5 bildet ebenso eine Antithese zu 4, wie V. 3 zu 2, das von Gott stammendes Wissen, die Offenbarung, dem menschlichen Wissen entgegengesetzt. Vom göttlichen Wissen wird auch V. 6 ausgesagt: אל תוסף על רכריו : Der Mensch soll mit seinem kurzsichtigen Wissen zum. Gotteswort nichts Hinzuthun, es nicht deuteln. Schon dieser Eingang erweist sich als eine Art Satire und zwar gegen den Hochmuth menschlichen Wissens, was auch schon im ersten V. eingeleitet ist: ״Wenn Gott mit mir ist, vermag ich etwas» ohne ihn aber bin ich schwach" נכר לא״חיל. Der satirische Zug erscheint noch drastischer in V. 11— 14, der Ausfall gegen das Geschlecht, das hochmüthig ist, sich rein dünkt, Verderben gegen die Armen und Leidenden sinnt und selbst Vater und Mutter geringschätzt. Beide Wendungen gehören zusammen. Das Geschlecht besitzt Dünkel auf eigenes Wissen, verachtet Vater uud Mutter, als wenn sie baar der Weisheit des jüngern Geschlechts wären, und in diesem Dünkel Schlechtigkeiten begeht. Zwischen diesen beiden Wendungen stehen VV. 7—9. Auch diese müssen eine Stelle im satirischen Bilde haben. Einerseits

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