Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 33 (1884)
- Issue
- Heft 7
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1884-01-01
- Page
- Seite 335 (sequence 3)
- Language
- German
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Recensinn. 335 tet. An diese schließt sich auch das bereits in der Mafforah edirte Verzeichnis der Differenzen zwischen den Nehardeern und Sura« nern an (p. 61—70). Diese Targumausgabe, ivelche bereits von Luzzaito Oh. ger. p. 28 wegen ihrer ״unvergleichlichen Correctheit" und ihres ״theilweise massoretischen Charakters" gerühmt wird, bietet uns noch den Gewinn, daß sie uns mit Bezug aus ihre handschriftliche Vorlage nahe an die Zeit der Um- Wandlung der babylonischen Vocalisirung in die unserige zurückführt. Darauf ist das Fehlen des Segols, welches das baby- Ionische System nicht kennt, in dieser Ausgabe zurückzuführen. Aus demselben Grunde fehlt hier auch das chatef patach, wo aber ed. Sab. übereinstimmend mit der Marginalvariante des cod. de Rossi No. 7 des ת״ז — von B. richtig mit חתום זקן erklärt — und abweichend vom babylonischen System, welches in der Regel ein einfaches Schema hat, ein patach setzt. Diese und noch andere zahlreiche Eigenthümlichkeiten führt B. in gründlicher Erörterung p. 136—157 auf das. frühere babylonische System zurück. Nur leidet diese Ausgabe auch an zahlreichen Inkonsequenzen, in denen der noch nicht endgiltig entschiedene Kampf zweier heterogenen Systeme zum Ausdruck gelangt. Aus dem reichen handschriftlichen Material, welches B. zur Verfügung stand, und wovon er uns auch fünf Schriftproben, darunter eine mit babylonischer Vocalisation, giebt (p. 159—63), hat derselbe besonders fleißig die gleichfalls von der babylonischen Punctation noch oft beeinflußte Handschrift de R0881 No. 7 zur Vergleichung herangezogen. Aber man muß B. das ehrenvolle Zeugnis geben, daß in den erläuternden Noten, allerdings mit der nöthigen Einschränkung auf das Zweckmäßige, eine richtige Lesart zu bestätigen und eine unrichtige als solche erkennen zu lassen, das reiche Material an 120 handschriftlichen und vielen guten Druckausgaben, sowie die große Targum-Literatur gewissenhaft zu Rathe gezogen und verwerthet wurde.