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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1884-01-01 · Heft 7 · p. Seite 321

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
33 (1884)
Issue
Heft 7
Article
Der synagogale Ritus
Date
1884-01-01
Page
Seite 321 (sequence 17)
Language
German
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IRI
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Der synagogale Ritus. 321 ihren Tod finden, weil sie einander nicht mit der gebührenden Achtung entgegenkamen (Jebam. 62 b). So mußte auch das revolutionäre Unternehmen gegen Gallus fehlschlagen, weil Lehrer Schülern nicht die Anerkennung zollten, die denselben gebührte. Weil dre Judäer früher in stolzer Selbstüberhebung sprachen: Korn ist in Judäa, Stroh in Galiläa, Spreu im Jordanosten; mußten sie später bekennen: es giebt kein Korn in Judäa, sondern Stroh, kein Stroh in Galiläa, sondern Spreu, und keines von beiden im Jordanosten. (Ab. de R. Nathan 27 Ende. .Der Spruch wurde bisher nicht verstanden. Derselbe lautet ohne Interpolation: יהי כמד תלמידך חביב עליך כשלך וכבוד חברך כמורא רבך כמורא שמים מפני שבראשונה היו אומרים דגן ביהודה ותבן בגליל ומוץ בעבר הירדן חזרו לומר אין דגן ביהודה אלא הבן ואין תבן כגליל אלא מוץ ובעבר הירדן לא זה ולא זה. Diese Motivirung gehört nicht dem R. Eleazar b. Schamua, sondern dem Redakteur der Aboth de R. Nathan. Die Richtigkeit dieser Erklärung hängt von der vorgenommenen Emendation des Schlußsatzes nicht ab. Die Emendation ist an und für sich erforderlich, weil die Worte לא זה ולא זה erst dadurch den rechten Sinn erhalten). Als eine spätere Zeit die Maxime R. Jsaak's auf das Gebetrituale anwendete, suchte sie dieselbe sogar mnemotechnisch einzuschärfen. Wende dich beim Gebete um Gelehrsamkeit gen Süden, um Reichthum gen Norden. Merke dir: Der Tisch mit den Schaubroden stand auf der Nordseite, der Leuchter auf der Südseite des Heiligthums. R. Moses Jsserl's konnte sich's nicht versagen, der Maxime einen Platz in seinen Zusätzen zum Schulchan Aruch einzuräumen. Aus einer sorgfältigen Prüfung des einschlägigen talmudischen Materials ergiebt sich nach dem Gesagten folgendes Resultat. 1. Ueber die Richtung des Individuums beim Gebete enthält wol der Talmud mannigfache Bestimmungen. Doch ist in Graetz.Frankl, Monatsschrift xxxui. 1. 21

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