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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1884-01-01 · Heft 6 · p. Seite 259

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
33 (1884)
Issue
Heft 6
Article
Die Fabel in Talmud und Midrasch
Date
1884-01-01
Page
Seite 259 (sequence 5)
Language
German
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259 Die Fabel in Talmud und Midrasch. Chananja und des Rabbi Akiba. Wie die beiden biblischen Fabeln sich s e l b st ausdrücklich als h i st orisch-politische Fabeln geben: so geben sich auch diese zwei ältesten t a lm irdisch-m i d ra s ch is che n Fabeln selbst ausdrücklich als historisch-politische Fabeln. Dieser Umstand führte mich darauf, daß wir auch in den übrigen in Talmud und Midrasch uns erhaltenen Fabeln einen historischen Hintergrund zu suchen haben, wenn er auch nicht wie in jenen zwei ältesten Fabeln ausdrücklich beigefügt ist. Und es ist mir in den m e i st e n Fällen gelungen, den historischen Hintergrund und politischen Zweck auch bei den übrigen Fabeln ausfindig zu machen; so daß die meisten uns erhaltenen Fabeln sich als historisch-politische Musenkinder entpuppen, die für dis Erforschung der inneren und äußeren Verhältnisse und Strömungen, Richtungen und Bestrebungen unter den Juden dieses dreihnndertjährigen Zeitraumes manches neue Material bieten. Endlich sei hier zum Schlüsse folgende ebenso auffallende wie merkwürdige Erscheinung zur Sprache gebracht, die sich mir bei meinen diesbezüglichen Untersuchungen aufgedrängt hat. Im ganzen jerusale mischen Talmud habe ich nur zwei, beziehungsweise drei Fabeln gefunden. Es sind dies das Buchstaben-Fabelpaar: ״Das fünfte Buch der Thora vor Gott" und ״Das aus gest oß ene Iud vor Gott"') dann ״Die Schlange"^); die aber auch im b a b y l o n i s ch e n Talmud, wenn auch nicht in Fabelform Vorkommen, so doch indirekt rhetorisch verwerthet und verarbeitet erscheinen 8). Jeruschalmi hat ') Monatsschr., I88l, S. 45g ff. *) Das., 1876, S. 269 ff. ») Das., 1881, 455—456, und 1876, S. 271 ff. Daß Babli 17*

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