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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1884-01-01 · Heft 3 · p. Seite 132

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
33 (1884)
Issue
Heft 3
Article
Die Agada der Tannaiten
Date
1884-01-01
Page
Seite 132 (sequence 8)
Language
German
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132 Die Agada der TannaiLen. emphatisch mit einem Schwure ein 1). Die Controversen betrafen: 1. Deut. 1,1. Iehuda hatte einige in diesem Verse gegebenen Ortsbestimmungen nicht als solche erklärt, sondern in ihnen eine Andeutung der von Israel in der Wüste begangenen Sünden gefunden, über welche Moses das Volk zur Rede stellte. Jose aber erklärt, er habe gefunden, daß die Ortsnamen in der heitigert Schrift in der Regel nach einem SLattgefundenen Ereigniß gegeben sind, wie z. B. die Brunnennamen in Gen. 26,20, 33; so seien auch in Deut. 1,1 wirkliche Oertlichkeiten gemeint, die so nach dem an ihnen Stattgefundenen Ereignissen benannt worden *). — 2. Lacharia 9,1. Iehuda: חדרך ist der Messias, der scharf (חד) gegen die Völker der Welt, aber zart (רך) gegen Israel sein wird. Jose: Ich schwöre, daß ich selbst aus Damaskus bin und daß dort ein Ort, Namens Chadrach ist י). — Iehuda: Wie verstehst du denn die Worte des Textes ״seine Ruhestätte (nach Iehuda die des Messias) ist Damaskus"? Gelehrten waren; und Jose gebrauchte ihn Iehuda gegenüber mit Rücksicht auf dessen Vater, der ebenfalls ein näherer Schüler des Glieder b. Hyrkanos gewesen war. 3) . . . מעידני עלי שמיס ו$רץ ש. In Pesikta 143 & dafür: העבודה. 2) Nur so läßt sich die Controverse auffasien. Man muß auf jeden Fall annehmen, nach der Analogie der anderen zwei Controversen, daß auch in dieser zuerst die Deutung Jehuda's, mit den Worten דרש ר׳ יהודה eingeleitet, vorausging. Sie fiel wol deshalb im gegenwärtigen Sifre- Texte aus, weil die vorstehenden Deutungen der Ortsnamen von Deut. 1,1 eben im Sinne von Iehuda gehalten sind. — R a s ch i zu Deut. 1,1 hat eine im Sinne Jehuda's gehaltene Deutung, als deren Autor ר׳ יוחנן genannt ist, die aber sich sonst im Midrasch nicht findet; darum darf man wol annehmen, daß ר' יוחנן durch die Abbreviatur ר״י aus ר׳ יהודה geworden ist, und daß in dem Naschi vorliegenden Sifrß-Texte noch die von Jose, dem Sohne der Damascenerin beanstandete Deutung Jehuda's zu lesen war. Daß im L e k a ch t o b gar S i m o n b. Iochai als Autor genannt ist, mag daher kommen, daß von diesem ein Ausspruch einige Zeilen vorhergeht und R. T o b i j a beim Excerpiren durch Versehen seinen Namen schrieb. י) S. hierüber Neubauer, Geogr. du T., p. 297,

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