Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 33 (1884)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1884-01-01
- Page
- Seite 94 (sequence 10)
- Language
- German
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94 Recension. teratur und deren Geschichte haben in erster Linie den Zweck, demjenigen, welcher sich mit diesem Gegenstände zu beschäftigen beginnt, einen bequemen Ueberblick über die wichtigsten bezüg« lichen Schriften zu geben und ihm zu weiteren Studien Möglichkeit und Anregung zu bieten" (p. Vit. Dieser Zweck wird auch durch die Arbeit Strack's, welche sich durch die bei diesem Gelehrten bekannte und auch hier bewährte Sachkenntniß und Akribie auszeichnet, in gewissem Sinne erreicht. Ich sage in gewissem Sinne, weil der bibliographische Abriß, den Strack bietet, wenn er auch sehr paffend und übersichtlich nach den verschiedenen Fächern der jüdischen Litteratur eingetheilt ist, dennoch nicht ein so vollständiges Orientirungsmittel sein kann, als es ein wirklich litteraturhistorischer Abriß wäre, der auch die wichtigsten Angaben über die hier nur bibliographisch rubricirten Werke enthielte. Ich glaube, daß es dem H. Verfaffer nicht schwer fiele, für die in Aussicht gestellte (p. VII) Erweiterung dieses zweiten Theiles den bibliographischen Abriß zu einem litteraturhistorischen umzugestalten; das Büchlein würde dadurch an Nützlichkeit und innerem Werthe bedeutend gewinnen. Was ich außerdem für diese zweite Auflage wünschen würde, ist Folgendes. Da eine Uebersicht der n e u h e b r ä ischen Litteratur gegeben werden soll, so wäre cs vor Allem nötig, über die seit Abschluß der heiligen Schrift entstandenen hebräischen Litteraturwerke zu orientiren. Es müßten also zunächst dis eigentlichen Litteraturdenkmäler des Neuhebräischen, mit Ausschluß der aramäischen und arabischen Schriften in chronologischer Reihenfolge vorgeführt werden, wobei auch die wichtigsten Uebersetzungswerke, wie die der Tibbonide» nicht fehlen dürften. Bei gemischtsprachigen Werken, wie die Talmudim und Midraschim wäre ein Hinweis auf diese Eigenschaft derselben am Patze. Auf diese Weise wären am besten die ver» schiedenen Phasen des Neuhebräischen veranschaulicht, und daran