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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1884-01-01 · Heft 2 · p. Seite 87

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
33 (1884)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1884-01-01
Page
Seite 87 (sequence 3)
Language
German
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Recenston. 87 jüngere. Midrasch andererseits die Litteratur des Neuhebräischen bilden, sind zumeist lexicalischer oder stilistischer Natur. Eine durchgreifendere Aenderung erfuhr das Neuhebräische in der eigentlich rabbinischen Epoche, in der sowol der Einfluß des Arabischen und namentlich der aus dieser Sprache bewerkstelligten Uebersetzungen, als die eigenartige Mengung des talmudischen Idioms mit dem Hebräischen, aber auch das puristische Zurückgehen auf den biblischen Sprachschatz den neuhebräischen Schriftwerken sowol in Prosa, als in Poesie eine neue Färbung brachten, durch welche sie sich kenntlich genug von den Erzeugnissen der talmudisch-midraschischen Periode abheben. Aber diese Entwickelung, sowie die der neuesten, mit der Mendelssohn'schen Epoche beginnenden Entwickelung des Neuhebräischen, zu beschreiden, wäre Sache eines historischen Wörterbuches der nachbiblischen Sprache, sowie einer Geschichte des neuhebräischen Styles; neu hinzukommende grammatische Bildungen und Normen wären höchstens aus der Zeit des arabischen Einflußes zu verzeichnen. So durfte denn der Verfasser sein Lehrbuch ein ״System der neuhebräischen Grammatik" nennen, wenn auch eigentlich nur die Sprache der Mischna und der mit dieser zunächst verwandten Litteraturdenkmäler in ihm behandelt wird und es sich in dieser Hinsicht an die vor nun fast 40 Jahren erschienenen Arbeiten von Geiger und Dukes und an die hebräische Schrift von I. H. Weiß (1867) anreiht. Es kann hier unsere Aufgabe nicht sein, Siegfried's Lehrbuch mit den genannten Schriften zu vergleichen; er selbst hat an einigen Stellen auf Geiger Bezug genommen und einige seiner Angaben berichtigt. Was Siegfried's Arbeit von denen seiner Vorgänger auszeichnet, ist die übersichtliche Eintheilung des Stoffes, die sich eng an die grammatischen Behandlungen des Althebräischen anschließt, sowie die knappe, streng methodische, von Abschweifungen möglichst freie Darstellung. Auch ist der bearbeitete Stoff ein viel reicherer

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