Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 33 (1884)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Akrosticha, mit besonderer Berücksichtigung der Dichtungen Abraham ben Esra's
- Date
- 1884-01-01
- Page
- Seite 66 (sequence 3)
- Language
- German
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66 Akrosticha, mit besonderer Berücksichtigung mach Daran im Commentar belehrt; Leichter dürfte es seit, ihn in dem akrost., bezeichneten סלימאן (Soliman) wiederzufinden, dessen Dichtung סמר נכי »1 משנכי im Jemener Siddur, No. 576 der hies. Königs. Bibl., ppn לשלמה überschrieben ist. Sie findet sich auch in סדר ר׳ עמרם II, p. 6, wo an der Spitze der dritten Strafe (vgl Z u n z, Nachtr., S. 44) יה stehen muß, das vorletzte Wort Z. 4 מעלה und das letzte Z. 12 לח zu lesen ist. Daß das Stück alt sei geht auch daraus hervor, daß sein Ansang als Metrum für Abr. b. Esra's אפוזח שממי בגגינוווי im Diwan angegeben wird. Diese Angabe steht auch im Literaturbl. 1843, S. 694, aber mit dem Zusatz: "סטר גבי wahrscheinlich Anfang eines arabischen Gedichts, das nicht bekannt ist". Das Akrost. בשהלא enthält ein Gedicht in rin« מל S. 45; von L u zz a t o erfahren wir, daß es der Name מיכאל in אלכם sei. Bei Kalir's Poesien hatte Zunz, sich an Rapoport lehnend, auf die Zahlenwerthe der Anfanqsworte (s. Gottesd. Vortr., S. 384 f.) großes Gewicht gelegt, insbesondere um, wo ein Akrostichon fehlt, dessen derselbe sich in den meisten seiner Dichtungen, wie vor ihm schon, als der erste uns bekannte, sein älterer Zeitgenoffe I a n n a i') bedient, einen Ersatz dafür zu finden. Er ist aber später davon abgekommen. In der Literaturgefch. der synag. Poes., S. 617, berichtet der Altmeister von der ״Entdeckung" eines Akrostichons in einer Dichtung von Menachem ben Machir, Raschi's Zeitgenossen, welch! ihm ein Freund mittheilte. Bis dahin hatte man einen andern Verfasser angenommen. Von dem Mißgeschick, das dieser 2Xutor: mit einer andern Dichtung hatte, berichtet Landshuth's *) Früher hielt man Donolo für älter (s. Zunz, Gottesd. Vortr., S. 379. Geiger, Me l o C h o f n a j i m, S. 97). Immerhin möchte dessen Erwähnung hier am Platze sein, weil er der erste ist, der für die in Retez stehende Kunstform eine, wenn auch harte Bezeichnung hat. ״R. Schabtai ben Abraham", heißt es bei Z unz, S. 380, ״sagt in der Vorr--ü des Tachkemoni ms. (veröffentlicht a. a. -O., von Geiger S. 29f.) יומי חשבוני וכחני® und meint damit seines Namens gereimtes Akrostichon".