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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1884-01-01 · Heft 2 · p. Seite 58

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
33 (1884)
Issue
Heft 2
Article
Überbleibsel der sabbatianischen Sekte in Salonichi
Date
1884-01-01
Page
Seite 58 (sequence 10)
Language
German
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IRI
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58 Ueberblcibsel der sabbatianischen Sekte in Salonichi. ״Die Gesänge enthalten nur Verherrlichung Sabbatai's und Lob auf die Verstorbenen. ״Das Verbot der Trauer hindert nicht, daß die Verstorbeneu sehr beweint werden. Die Erben des Hingeschiedenen müssen eine ganze Woche hindurch des Abends zum Mahl einladen die Verwandten, die Freunde, die Nachbaren, die Prediger, den ^.d-hei-äiu, die Paytans und die Samass (Synagogendiener). Diese sieben Nächte werden Y e d i genannt. Dabei wird gesungen und gebetet. ״Die Verwandten des Verstorbenen lassen durch die Samaß an sämmtliche Maiminim Halra austheilen (eine Confitür aus Sesam bereitet). Denn alle müssen Kunde von dem Tode eines ihrer Brüder haben. Beim Genießen des Halva wird gesprochen: Zecher Saddic lehracha (וכר צדיק לברכה). Die Armen, welche außer Stande sind, Ausgaben dafür zu machen, erhalten dafür Unterstützung aus der Caffe". IV. ״Den Maiminim ist es verboten, mehr als eine Frau zu heirathen, auch sich von der Frau zu scheiden. ״Ihre Hochzeiten werden fast so wie die der orientalischen Juden gefeiert. Nur haben sie von den Türken Eigenheiten dabei entlehnt, nämlich die Feier des Donnerstag und des Freitag Abends. Der Erstere (Lina Guechesi genannt) ist für die Frauen bestimmt. Nach Mitternacht muß die Braut das väterliche Haus verlassen, um sich zum Bräutigam zu begeben. Der Freitagabend wird gewöhnlich bei diesem zugebracht. Beim Untergang der Sonne geht der Bräutigam in die Moschee, um das Gebet zu verrichten, wie es bei den türkischen Hochzeiten Brauch ist. Bei der Rückkehr aus der Moschee erwartet ihn die Braut mit einer alten Frau. An der Pforte des Hauses angelangt, führt ihn die alte Frau in das Zimmer der Braut,

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