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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1883-01-01 · Heft 10 · p. Seite 454

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
32 (1883)
Issue
Heft 10
Article
Die Agada der Tannaiten
Date
1883-01-01
Page
Seite 454 (sequence 22)
Language
German
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454 Die Agada der Tannaiten. ׳ yett, die sie begehen/ schon in dieser Welt, um ihnen Lohn zu gewähren in der kommenden Welt; den Frevlern läßt er Glück und Wohlstand in Fülle zu Th eil werden, ob der wenigen güten Handlungen, die sie begehen, um das Strafgericht in der komwenden Welt walten zu lasten V Das Bekenntniß der göttlichen Gerechtigkeit im Gegensatz zu ihren Leugnern drückt er mit Anschluß an yj 10,13 in folgender kurzen Antithese aus. Der Frevler spricht: Es gießt kein Gericht und keinen Richter; aber es giebt ein Gericht und auch einen Richter *)1 In Hiob In AboLH di R. N. e. 39 folgen in unmittelbarem Anschlüsse an die nur theilweise gegebene Sentenz aus Aboth 3,16 (s. vor. S A. 2) eine Reihe , von Aussprüchen, die die Fragen der Buße, Sühne und der Vergeltung behandeln und die als von Akiba herrührend gelten sollen; denn nach ihnen steht eine kurze, mit הוא היה אומר eingeleitete Sentenz; nach dieser folgen aus Aboth bekannte Sätze Akiba's, wenn auch unter Meir's Namen, s. oben S 269, A. 3. Jene Aussprüche selbst lauten: 1. Die Buße der Frevler hält —~ das Strafgericht über sie — auf, wenn auch ihr Urtheilsspruch besiegelt ist. 2. Das Glück der Frevler endet mit Unheil, und die Herrschaft begräbt ihre Inhaber. 3. Buße hält die Sühne in Schwebe, der Versöhnungstag sühnt dann vollständig; Buße sühnt im Verein mit dem Todestage (für ער יום המיאה lies עם יום המ^ה) und der Todestag ist der Buße gleichgeachtet. 4. Den Frevlern wird voll bezahlt, den Frommen wird die Vergeltung als Darlehn verwahrt; so wer die Thora mit Widerwillen übt und sonst nichts Gutes thut, dem wird voll bezahlt, wer aber die Thora willig übt und nicht Böses thut, dem wird sein Hauptlohn für die Zukunft verwahrt. Als 5. Ausspruch folgt mit besonderer Einleitung: Alle kommen und gehen nackt, o möchte doch das Gehen — aus der Welt — dem Kommen — in die Welt — gleichen (an Schuldlosigkeit)! Die Aussprüche 1, 2 und 5 stehen anonym neben einander im bab. Talmud, Joma 86 b unten, mit einigen Varianten im Ausdruck; N. 5 aber ist auf das Antreten und Verlassen der Herrschaft (רשוא) bezogen und demgemäß modistcirt, dann fände der Satz eine -Analogie an dem oben 5. 260, A. 3 berichteten Bedenken Akiba's. — No. 4 ist ein anderer Ausdruck für den zu tp 36, 7 gegebenen Gedanken Akiba'A No. 3 ' endlich ist bis auf Einzelheiten " identisch mit dem Ausspruche I ehüda's (vgl. oben S. 266, A. I) Ln Tos. Joma 5(4), 10. - *)׳Gen. r. e. 26 ליא דין וליה דיין" אבל איא די! ואיה דיץ,, Ueber diesen Spruch s. auch Lev. r. o. 28 Ans.

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