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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1883-01-01 · Heft 10 · p. Seite 439

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
32 (1883)
Issue
Heft 10
Article
Die Agada der Tannaiten
Date
1883-01-01
Page
Seite 439 (sequence 7)
Language
German
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439 Die Agada der Tannaiten. selbe Lehre kmipfte er an dis Worte זבכל מאדך, Deut. 6,6, ׳ wobei er den Gleichklang des Wortes מאד mit מדה benützte: Liebe deinen Gott nicht nur mit deiner ganzen Seele, sondern auch in jeder Schickung, die er dir zu mißt, sei es der Schickung des Heiles oder des Unheiles '). Sein fester Glaube an' die Heilsamkeit der Leidensschickung ließ ihn sogar am Krankenlager seines Lehrers Elierier b. Hyrkanos heiter erscheinen,, während die anderen Jünger weinten. Er sagte ihnen: So lange ich sah, daß meinem Lehrer Alles von Statten ging, dachte ich, ob nicht, was Gott verhüte, mein Lehrer seine Welt schon hienieden bekommen (keinen Anspruch mehr an die kom« mende Welt habe); jetzt aber, da ich ihn in Schmerzen sehe, freue ich mich *). Nach einer anderen Tradition *) hatte Akiba, während Josua, Tarphon und El. b. Ararja '>' SifrS zu Deut. Z 32. Darauf folgen dieselben Beispiele »on David, Hiob, dem Geschlechte der Sündflut und den Sodomiten, wie, in Mech. a. a- O.. ebenso der Schluß: ועוד יהא אדם שמח ב״םורים יותר מן הטוגה שאלו .אדם בטובה כל ימיו אין נמחל לו עון שבידו ובמה נמחל לו בייסורים נמחל לו. Für ר׳ יעקב ist mit Jalkut ד׳ עקיבא zu lesen-, die Verschreibung entstand leicht, da der Satz von Sätzen des p אליעזר M יעקב umgeben ist. In der Baraitha Berach. 61b findet sich, nur der Anfang der Deutung Akiba's zu Deut. 6,6 ,בכל נפשך אפילו הוא נוטל את‘נפשך. der in Sisrs zu Deut. § 32 Ältf. anonym steht; daran schließt sich die Erzählung von A.'s Märtyrcrtode. — In die Mischna, Berach: 9,5 wurde Akiba's Deutung anonym ausgenommen: בכל טדה ומדה שהוא מודד לך הוי מודה לו במאוד מאוד. — Die Beispiele aus xp 116 und Hiob 2,10 werden im jerus. Talmud, Berach. 14 b, im Namen späterer Amoräer citirt. — In Semachoth s. 8 nennt Akiba vier Arten, Gottes Heimsuchungen hinzunehmen, wie Söhne die Züchtigung ihres Vaters, deS Königs, auf viererlei Art hinnehmen. Der Eine nimmt sie schweigend hin, so war Abraham <Gc>1. 22, 2); der Zweite ist widersetzlich, wie Hiob lHiob 10,2); der Dritte -fleht um Gnade, wie König Chirkija (II Kön. 20,2): der Vierte endlich sagt ergebungsvoll: Vater schlage zu! So war David (1/, 51,4). *) Synh. 101 a, tradirt von Rabba b. b. Chana: vgl. oben S. 315*. . . . - *) Synh. ebendas., Baraitha.

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