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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1883-01-01 · Heft 10 · p. Seite 435

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
32 (1883)
Issue
Heft 10
Article
Die Agada der Tannaiten
Date
1883-01-01
Page
Seite 435 (sequence 3)
Language
German
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-Di« Agada brr Tannaiten. 4?S ״Stühle" für die beiden göttlichen Eigenschaften de« Gerechtigkeit und des Erbarmens bereitet erklärte 1 * *). — Eine andere Art kühner Rücksichtslosigkeit in der agadischen Auslegung Akiba's ist es, wenn er Moses, in Umschreibung der Worte והצל לא תעלה, Exod. 5,23, den Vorwurf gegen Gott in den Mund legt: Ich weiß, daß du sie dereinst erretten wirst; aber Jene kümmern dich nicht, die schon unter dem Bau begraben fmb*)! Oder wenn er die ״Lügen", welche nach Hosea 7,13 die Israeliten gegen Gott redeten, mit einem noch blasphemischer klingenden Vorwurfe umschreibt'). Gegenüber den angeführten Deutungen Akiba'S und den Zurechtweisungen, die er dafür anhören mußte, hat sich eine Reihe von Auslegungen eines Agadisten, Namens Pappos erhalten, denen AWa selbst eine Abweisung zu Theil werden ließ und seine eigenen Auslegungen entgegenhielt 4). Dieser Pappos ist vielleicht kein Anderer, als der wohlmeinende Warner Akiba's, Pappos b. Jehuda'); aber in den meisten Quellenschriften wird statt Pappos der Name eines älteren Tannalten, Rabbi Papias, wegen der Namensähnlichkeit Beider genannt •). *) S. oben S. 11 f. Ursprünglich, bevor er die Erst. Jose's des G alil, annahm, hatte Akiba in anthropomorphistischer Weise erklärt, die beiden Stühle seien für Gott und für David. ף Exod. r. c. 5 g. Ende, s. oben S. 76. Anm. 2. ') S. oben S. 293, Anm. 4) Mechiltha zu Exod. 14,18 (33 a), Schir r. zu 1,9, ferner die unten Anmerk. 6 anges. Stellen. ') S. oben S. 298. Als originell, aber unberechtigt, erwähne ich die Annahme Löw's (Ben Chananja VI, 827), daß der Papias (Pappos), mit dem Akiba controversirte, identisch sei mit dem Bischöfe von H i erapolis dieses Namens. ') In Mech, a. a. O, heißt er durchweg EIBE und zwar theils ohne den Titel רבי vor seinem Namen, theils mit demselben: letzteres ist eine Jnconfequenz, die als theilweise Emendation aufzusassen ist, wie sie in den übrigen Quellen ganz durchgeführt wurde. In diesen ist nätnlich dem Namen überall das '2ר voraugestellt, doch in der Schreibung des Namens selbst zeigt sich noch das Schwanken des Ueberganges aus 01EE in v"vv. ' 28*

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