Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 32 (1883)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Die Agada der Tannaiten
- Date
- 1883-01-01
- Page
- Seite 353 (sequence 7)
- Language
- German
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Hie Agada der Taitnaiieit. 383 erwiederte, die betreffenden Fälle seien so zu erklären, daß dem von der Vorsehung verhängten körperlichen Leiden es genau vorherbestimmt ist, an welchem Tage, zu welcher Stunde, durch welchen Arzt und welches Heilmittel es zu weichen habe. Wenn nun der Leidende zu der bestimmten Zeit den Götzentempel besucht, so kann die Vorherbestimmung deshalb nicht geändert werden. Das veranschaulicht er mit einer Parabel: In einer Stadt war ein rechtschaffener Mann, dem alle Leute der Stadt ohne Zeugen das Ihrige aufzubewahren gaben. Einer jedoch zog immer Zeugen hinzu; einmal vergaß er es, da meinte die Frau des rechtschaffenen Mannes, sie könnten nun jenen Argwöhnischen bestrafen, indem sie das ohne Zeugen in Verwahrung Gegebene ableugneten. Wie, sagte der Mann, sollten wir, weil jener Thor unangemeffen gehandelt, unsere eigene Rechtschaffenheit schädigen ')?. A p o l o g e t i s ch ist der Ausspruch Akiba's, in dem er die Göttlichkeit der Thora beweist. Zum Abschnitte von den verbotenen Thieren (Deut. 14,7) bemerkt er: War denn Mose ein Jäger und Schütze (daß er die Thiere und ihre Beschaffenheit um die Heilung durch ein bestimmtes Heilmittel Handels zeigt auch die Erwähnung von סם פלוני in Akiba's Antwort. 's Der Ausdruck שוטה wird im Midr. der 10 Geb. von Mba auch auf den Fragesteller selbst angewendet, aber ohne Berechtigung. — Hieher gehört ein Wort Akiba's in einer Diskussion mit Jose, dem Gaiil ä er. Dieser hatte in Bezug auf Deut. 13.2 ff. den Satz aufgestellt, daß ein zum Götzendienst aussordernder Prophet auch dann kein Gehör finden diirse, wenn er Sonne, Mond und Gestirne in ihrer Bahn innehalten läßt (אות Deut. 13,2 wird als Wunderzeichen am Himmel erklärt). Daraus rief Akiba aus: Bewahre, daß Gott solche Wunder durch Götzendiener geschehen ließe, es ist vielmehr von falschen Propheten die Rede, die Anfangs wahre Propheten waren, wie Chananja, der Sohn Aarur's (Jer. 23,1) Sifrs zu Deut. 8 84, wenig anders b. Sqnh. SO a. — Eine auf Ez. 33,24 bastrte Verspottung der Vielgötterei s. unten, Absch». 4. «3