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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1883-01-01 · Heft 8 · p. Seite 349

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
32 (1883)
Issue
Heft 8
Article
Die Agada der Tannaiten
Date
1883-01-01
Page
Seite 349 (sequence 3)
Language
German
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Die Agada der Lannaiten. 349 er ziehe alle Tage der Woche Steine mit sich und am Sabbathe ruhe er '). Rufus ließ das Argument als unzugänglich nicht gelten *). Darauf demonstrirte ihm Akiba auf einem verstorbenen Vater die Heiligkeit des Sabbath; an allen Tagen ließ er setzt den Fluß nach Phönieien und sagt, die Juden nennen fyn Saßßanxos, weil er an sechs Tagen trocken sei uüd nur am Sabbath fließe. Plinius, Hist. nat. 31,2 berichtet umgekehrt und der jüdischen Sage besser entsprechend: In Judaea rivus Sabbafcis omnibua siccätur. — Ein Agadist des 3. Jahrhunderts, Samuel b. Nachm an, nennt den Fluß Sambation als denjenigen, jenseits dessen ein Theil der zehn Stämme sich im Exil befindet (j. Synh. 29 6 unt., Echa r. Zu 2,5, anonym Pest r. 6. 31 und Num. r. 0. 16). Im 4. Jhdt. sagt Jehuda b. Simon, daß die 10 Stämme alle jenseits des Sab. exilirt seien, während die Stämme Jehuda und Benjamin in alle Länder zerstreut wurden. Im palästinensischen Targum zu Exod. 34,10 werden die Nachkommen Moses' als מן לגיו לנהר ממבטיון, wohnend gedacht. Aus diesen Elementen setzt sich die spätere Sage vom Sabbathfluße zusammen: S» das Buch von Eid ad, dem Daniten, Beth Hammidr. I, 103,Ulf. tder Name des Nutzes sei eigentlich שבסויון) und die Agada von den Söhnen Mos e' s, B. H. VI,15f. Vgl. auch was Buxtorf 8. v. מבט (Col. 1417—1421) anführt, ferner die Abhandlung von Bodensch atz am Schluß des IV. Bandes der Kirchlichen Verfassung der Juden. S. auch Grün bäum in Z. d. D. M. G. XXIII, 627 f. שמושך אבנים כל ימות השבת ובשבת הוא נדן (י• Damit soll wahrscheinlich gesagt werden, daß er so reißend sei, daß er Steine mit sich fortziehe. i.Vgl. Josephus l. l.: noXvg yaQ wv ove §sZy xai xara rrjv cpoqav ov 0%0XaZ0g). Die spätere Sage machte aber daraus einen Fluß, der statt Wassers Steine und Sand wälze, s. E L d a d Haddani a. a. O. p. 112: והנהר גולל כל ששת ימי השבוע אבנים וחול בלי שום טפח מים, Ra sch i!u Synh. 65b - נהר אחד של אבנים. Die Araber, welche die Sage von den Beni Müsa kennen (s. KaLwlni, Kosmographie, ed. Wüstenfeld, x. 17 f.), nennen den Sabbathfluß,.Sandfluß" (ואדי אלרמל), Ka2win! ib. 184 f., vgl. Masüdi 1,369 und setzen ihn nach Maghrib, kennen aber auch einen ״Sabbathfluß" נהר אלסבת und setzen ihn nach Andalusien. — In Pesikta ist אבנים ausgelassen und משך im Sinne von fließen (= aram. ננד genommen: שבל ימות החול הוא מושך ובשבת אינו מושך. Midr. der 10 Gebote bloß: שאין לו מנוחה עד .שיבא שבת א״ל לנגדא את מיד לי (י, Pesikta dafür את מובלי לרות; in Pes. bezieht sich das auch auf das Argument vom Manna, welches mit dem vom Sabbathfluß zusammengefaßt ist•

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