Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 32 (1883)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Die Agada der Tannaiten
- Date
- 1883-01-01
- Page
- Seite 348 (sequence 2)
- Language
- German
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848 Die Agäda der Tannaiten. (dich selbst, den Statthalter) von anderen Männern')? R.: Der Wille meines Herrn (des Kaisers). A.: Auch den Sabdath der Wille seines Herrn (Gottes) *). Rufus stellt nun die Frage genauer so: Wer kann sagen, daß gerade dieser Tag der Sabbath ift *)• Akiba nennt nach dem Talmud drei Beweise, die jedoch nur genannt, nicht ausgeführt werden: 1. Der Fluß Sabbation; 2. der Todtendeschwörer; 3. das Grab von Rufus' Vater, das am Sabbat nicht raucht*). In der ältesten palästinensischen Quelle sind dieselben drei Argumente genannt, jedoch das zweite und dritte zu einem zusammengezogen. Vom Flusse Sabbation (Sambation) ■•) fagt Akiba, מיומיכס. — Vgl. zur Frage und ihrer Beantwortung die von Grätz, Gnosticisnrus und Jud., S. 121 gebrachte Parallel aus Sirach 7,12. ') ומה גבר (גברא) מגוברץ. Midr. der 10 Geb. hat für ומה ungeschickt erläuternd NN '«Ql.. In Gen. r. muß Akiba dem Rufus auf besten Wunsch die beiden lakonischen Fragen erklären (מאי שנא יומא דשבחא מכל יומא . . . מ״ש מורנום רופום מכל גוברין), ebenso in Pes. und Tauch. . דמריד. צבי שכח נמי דמריה!וכי (י. DK Leseart מריה ist bester als מרי (s. Dikd. Sofrim). In Gen. r. dafür umschreibend: שרצח המלך לכבדני ... אף זו שרצה הקב״ה לכבדה, fast ganz so Pes. und Tauch., nur letztere für מלף מלכיס :מל!ר (wol um den-Kaiser als Grobkönig zu bezeichnen). י) S; oben S. 347, A. 3- In Gen. r. ist die Wendung des Gespräches eine andere; Rusus fragt bloß fortsetzungsweise מנאן את מודע לי. Pes. מנו ידע. Midr. der 10 Geb. מוכח. In Tauch, steht schon hier die Frage, warum Gott selbst nicht den Sabbath halte, an deren Beantwortung sich die Argumente vom Manna, von der Todtenbeschwörung und vom Sabbation anschließen. . *) Im Midr. der 10 Geb. fehlt Nr- S das rauchende G r a b, welches — wie aus der Darstellung in den Midraschen ersichtlich — eine Bezeichnung der Höllenstrasen ist, kömmt auch in der Sage von Elischa b. A b usa und seiner Erlösung durch M e i r vor. י) Die ursprüngliche Form des Wortes ift סבטיון, rootauS סמבטיון wurde (auch סנ2יון verzeichnet Rabbinowitz z. St.X Das Wort ist jedenfalls griechisch (sowie die palästinensischen Juden statt deS biblischen n• pr. שמעון sagten ע׳נס^ג ---- סימון, oder לוימם « Aevforjg für לוי), und die Sage, auf welche Akiba anspielte, ist dieselbe — nur in umgekehrter Weise, — von welcher sein älterer Zeitgenosse Josephus Flavius als einer sehr bekannten Naturerscheinung spricht (De belle Jud- TII, 5,1). Er