Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 32 (1883)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Über einige Namen der Rabbinen im Talmud und Midrasch
- Date
- 1883-01-01
- Page
- Seite 315 (sequence 10)
- Language
- German
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liebet einige Namen der Rabbinen im Talmud und Midrasch.' 315 dann nicht recht zu begreifen, warum beispielsweise bei 2) und 3) die Sornamen, wie überhaupt die wirklichen Eigennamen fehlen, und ganz unbegreiflich wird die Sache bei denjenigen von uns angeführten Fällen, wo Eigennamen von Rabbinen mit denjenigen aus der Bibel übereinstimmen,, an welche deren Betrachtungen sich knüpfen. Den Autoren, oder gar (wie oben bei ר* שמעון בן אב ישי. ו ם) ihren Vätern den Aussprüchen zulieb einen anderen, einen biblischen Namen beizulegen, wäre ja ganz unstatthaft and käme einer irreführenden Namensänderung gleich. — ׳ Wir glauben deshalb, daß wir es bei diesen eigenthümlichen Fällen gar nicht mit einer wirklichen Namengebung, nicht mit einer ursprünglichen Bezeichnung von Autoren zu thun haben, sondern daß die Entstehung wenigstens der meisten dieser Namen und Beinamen auf Irrthümer oder Nachlässigkeiten der Copisten, auf gewisse Wortverschiebungen und Abschreibefehler zurückzu führen׳ sei. — In Bezug auf den Talmud möchte sich die Sache wohl so verhalten: Sicherlich sind jene, noch heute in ziemlich großer Anzahl vorhandenen, mnemotechnischen Zeichen im Talmud, die sogenannten סימנים, welche durch einzelne den betreffenden Aussprüchen entnommene, markanteste und häufig umgeformte Worte auf die Pointen in den folgenden verschiedenen Verhandlungen Hinweisen, sehr alten Ursprungs. — Je weiter zeitlich zurück desto mehr ist ja die ״Tradition" ein wirklich m ii übliches Studium und desto nothwendiger und häufiger sind solche Stützpunkte für das Gedächtniß. — Diese in den alten Exemplaren sei es nach Art der uns erhaltenen Ueberreste, inmitten des Textes, oder sei es am Rande desselben ver« merkten ״Zeichen" werden sich nicht immer kenntlich genug vom Texte abgehoben, nicht streng genug von ihm gesondert haben. Liegt es nun nicht da nahe, daß von dem ungelehrten oder wenig prüfenden Abschreiber, zumal bei solchen Aussprüchen