Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1883-01-01 · Heft 7 · p. Seite 303

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
32 (1883)
Issue
Heft 7
Article
Die Agada der Tannaiten
Date
1883-01-01
Page
Seite 303 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2829132-2829570-2829578-2874243--21648-2874268
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Di» Wada d?r Tannaiteü. 303 M M 1p. und 83)־? Ihr seid ja schön, ihr seid ja tapfer, kommet und vermenget euch mit uns! Israel aber erwiedert: Kennet ihr ihn nicht? Wir wolle» euch einen Theil seines Ruhmes verkünden! ״Mein Freund ist glänzend u. s. w." (Hoh. 5,10). Wie nun die Völker seinen Ruhm hören, sagen sie zu Israel: Wir wollen mit euch gehen; ״wohin ist dein Freund gegangen, wohin wandte sich dein Freund, wir wollen ihn mit dir suchen!" (Hoh. 6,1). Israel aber spricht : Ihr habet keinen Antheil an ihm, sondern ״ich gehöre meinem Freunde an, und mein Freund gehöret mir" (Hoh. 6,2 und 2,16). Den Unterschied zwischen dem Götterglauben der Völker und dem G o t t e s g l a n b e n Israels gab Akiba in seiner Auslegung von Exod. 20, 23 ״ihr sollt mit mir nicht machen, Götter aus Silber und Götter aus Gold sollt ihr auch nicht machen". Der erste Satz will sagen : Ihr sollt mit mir nicht verfahren, wie Andere mit ihren Göttern verfahren; wenn ihnen ein Glück begegnet, ehren sie ihre Götter, wie es geschrieben ist (Hab. I, 16): darum opfert er seinem Netze u. s. w., und wenn Unheil über sie kömmt, verfluchen sie ihre Götter, wie es heißt (Fest 8)21): er flucht seinem König und seinem Gotte. Ihr hingegen, danket mir, wenn ich Glück über euch bringe und danket mir, wenn ich Unheil über euch bringe >)! Noch schärfer ist die P o l e m i k gegen das Heidenthum in einem Gespräche mit dem ״Tyrannen" Rufus?), der,Akiba lange Zeit gefangen hielt. Es sind einige ihrer Religions- ■•■2 (' ׳JJcd)iltt)a jur <£t. (f. oben■ S. 76). Die darauf folgenden biblischeu Beweise dafür, daß auch Unheilsschickungen Gottes dankbar aufzunehme» sind, stehen in anderem Zusammenhänge auch in einem anderen Ausspruche Akiba's, s. unten Abschn 6, zu Anfang. '1 - VILM V1Z11V, TituS Annius Rufus oder Tinius Nufns, s. Grätz IV-, 447. Renan, l'E’glise Chretienne, p. 192 f,, zieht nach Borghesi die Lesung Tineius vor. . .

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.