Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 32 (1883)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Die Agada der Tannaiten
- Date
- 1883-01-01
- Page
- Seite 261 (sequence 8)
- Language
- German
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Die Agada der Tanüaiteir. 26 t weder m^s eigene, noch in ein fremdes ^); 4. dem Fuße nicht das Schuhwerk zu versagen*); 5. früh Mahlzeit zu halten, im Sommer der Hitze, im Winter der Kälte wegen 6;(■׳. lieber den Sabbath — hinsichtlich des Mahles — als Wochentag zu hal- Len, als die Hülfe der Menschen in Anspruch nehmen*); endlich steher, פרכם, machen wollte, erbat er sich Bedenkzeit, bis er mit seiner Familie sich berathen. Man ging ihm nach und hörte, wie er sagte : ׳ על מנת מתקל על מכת ממייה; d. h. trotz des Anstoßes (d. i. der Gelegenheit zu sündigen) und trotz der Geringschätzung, die das Amt mir bringen wird, will ich es annehmen. Die gewöhnliche Erkl. von מתקלל מתקל ist schon deshalb nicht annehmbar, weil das Wort ein aramäisches sein soll; מתקל und ממייה sind beides Abstrakta, die hebräisch lauten würden .מכשול und .בזיון י) Dikd. Sofrim verzeichnet die Leseart: חנכנם לבית פתאום. Den S. 260, A. 2 citirten Spruch Ben Sira's glossirt Joch an an mit den Worten ואפילו לבית חברך, Im Midrasch מעשה תורה a. a. O., ebenso im פירקא רר^ הקרוש a. a. O. steht diese Lehre unter den Worten Akiba's an Simon b- Iochai, und zwar zu zwei Mahnungen erweitert, in der letzteren Quelle: ואל תכנס לעיר פתאום ואל תכנם לביתך פתאום וכ״ש לבית חברך, in der ersteren kürzer: ואל תכנם לעיר או לביתך פתאום. In י der Bar. Nidda 16b (ebenso Lernt. rabba, o. 21) heißt es in einem Ben S i r a nachgebildeten Spruche Simonb. Jochai's selbst: הנכנס לביתו פתאום ואץ צ״ל לבית חברו; vgl. auch unten S. 262, Anm. 2. In Derech Erez 6. 5 Ans. wird die Regel לעולם אל יכנס ארם פתאום לבית חברו mit Gottes Beispiel bewiesen, der Adam im Paradiese nicht überraschte, sondern zuerst anrief (Gen. 3, 9). ') In B. Hamm. II, 98 der Zusatz קיץ וחורך. Man kann mit dieser Rege! die Anekdote in Zusammenhang bringen, in der Akiba selbst als Barfüßler erscheint, Kohel. rabba zu 10,7. In R o m begegnet ihm ein Eunuch, der ein Regierungsamt bekleidete: ״Bist du der Meister der Juden"? Ak. bejahte. ״So höre von mir drei Dinge: Wer auf einem Rosse reitet, ist ein Fürst, wer zu Esel ist, ein Freier, wer Schuhe auf den Füßen hat, ein Mensch! Wer keines dieser Drei hat, ist ärger als begraben". Da erwiederte Akiba: ״Höre für diese Sprüche drei andere : Der Schmuck des Angesichtes ist der Bart, die Freude des Herzens das Weib, Gottes Gabe sind Kinder (הדרת פנים זקן שמחת לבב אשה נחלת ר• בכים), wehe jenem Manne, der alle drei entbehren muß!" 7 ') In Baba Kamma 92 b (vgl. B. Men. 107 b) geben Nabba b ar M ari und R ab a biblische Belege für diese Lehre, Jener aus Jes. 49,10, Dieser aus Exod. 23,25. Auch Sabb. 118 3, als Satz Akiba's citirt. Aehnlich im Sinn und