Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 32 (1883)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Abraham Bibago's Schriften
- Date
- 1883-01-01
- Page
- Seite 81 (sequence 3)
- Language
- German
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Abraham Bibago's Schriften. 81 die zu Tortosa (1413), und andere Umstände hatten die Juden Nordspaniens dahin geführt, sich auch in der christlichen Theologie umzusehen 6); die Kenntniß des Lateinischen?) ward ihnen durch den gesprochenen romanischen Dialect erleichtert, in welchem Juden schon seit dem HI. Jahrh. den christlichen Uebersetzern als Dolmetscher dienten oder selbstständig übersetzten. Die Religionsphilosophie der Juden nahm eine 274) aus dem Wörterb. p. 530 nachgewiesen. lieber eine Disputation in Majorca 1286 s. H. B. HI, 60 Anrrr. 5. — Mose N a rb o n i erwähnt seine Disputation mit einem christlichen Gelehrten im Comm. zum Moreh II, *9 S. 82 (vgl. Catal. Bodl. S. 1975,20), wo שמע עליו und שמעתי עליו offenbar Varianten sind (Schorr החלוץ XI, 82 berichtigt diese Stelle nicht). Im nnedirten Comm. zu כמות des Gazzali, Logik התימת חמאמר בחיקש (HS. München 110 f. 28 b) liest man: הנה שלש הטעאות בחנני בהם חכם אחר מופלא מן הרומים ואביא חתרם כמו שהורה לי . אמר מה שקנית אכלת דג חי קניה א״כ דג חי אכלת. Der Disputant ist also derselbe, der an obiger Stelle mit denselben Worten bezeichnet wird, und an beiden Stellen prüft er Narboni mit Sophismen. — Joses b. Schemtob (Ende der Vorr. zum Comm. Mr die Ethik) sagt: ובבר התוכחתי עליהם וההעצמנו ניצוח עם גדולי חכמי הנוצרים נגד מלכים ויועצי ארץ פעמים רבות וגם מהם נעזרנו לעמוד על ק8ת שרשיו, was sich auf philosophische Disputationen zu beziehen scheint, die wohl auch in reitgiöse hinübergestreift haben mögen. Vgl. den Artikel Josef in Ersch u. Gr. Bd. 31 S. 87, und Munk, Mel. p. 509 u. unten A. 9. 6) Christliche ״Theologie" ist für Bibago, der sich in der Jugend damit beschäftigt hatte, um die Methoden ihrer Beweise kennen zu lernen, gleich der im Talmud verpönten ״griechischen Wissenschaft" (חכמח יונית); sie beweist aus dem, was fcu beweisen ist (תלי תניא בדלא תניא); sie gleicht dem gereinigten לאטון welches dem Schwächlich- Ligen reines Gold scheint, D. E. 47 L. 2; vgl. לטון הוא נחשת Gerson b. Sal. II, 2, f. 10 3. 7) I os es b. S ch e m t o b , im Comm. zur polem. Epistel des Pr. Duran (f. 21 ed. Geiger vgl. Jüd. Lit. in Ersch S. 449• n. 12 und Artikel Josef daselbst Bd. 31 S. 88 A. 3 b.) bemerkt: לשונם לשון לטין מוכן לכל חמעאה : Ihr Latein ist geeignet für jede So- Phisrue. —Das war nur ein Wiederhall der ״rabbinischen SpitzfüMgkeit" und dgl. — Immanuel Tremellius (Vorw. Zum Caiechismus, bei Wolf III, 884) behauptet: tzuao autem latinis literis aut peregrinis e nostris consignantur, solliciti non sunt, quo pertineant. Das galt wohl nur von seiner nächsten Umgebung. E) raetz-8ran kl, Monatsschrift XLLL» «- 6