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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1882-01-01 · Heft 12 · p. Seite 543

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
31 (1882)
Issue
Heft 12
Article
Die Agada der Tannaiten
Date
1882-01-01
Page
Seite 543 (sequence 15)
Language
German
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IRI
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Die, Agada der Tannaiten. 243 angeben. Dem Wortlaute von 16,15 nach sagt Moses zu ganz Israel, was das Manna sei. Das nimmt auch E. an, während nach I. Moses unmittelbar nur zu den Aeltesten sprach und diese dann die Mittheilung an das Volk machten •). — Wenn es 18,6 heißt, daß Jethro aus der Ferne dem Moses sagte, so meint I., dies sei brieflich geschehen; nach E. überbrachte ein Bote mündlich die Meldung, deren Inhalt im Texte nur skizzirt sei'). — Satzung und Recht,welche nach 15,25 in Mara Israel gegeben werden, erklärt E. als die Gesetze über die verbotenen Ehen und die Vorschriften des bürgerlichen Rechtes; I., von der Erwägung ausgehend, daß von diesem Theile der Gotteslehre vor der Offenbarung am Sinai nicht die Rede sein kann, findet in der Satzung das Sabbathgesetz und im Recht das Gebot, die Eltern zu ehren, weil diese Gebote im Dekalog (Deut. 5,16 f) als schon vorher gegeben hervorgehoben sind'). . In der Erklärung der biblischen Wunder berichte er. kennen wir das Bestreben E.'s, die Wunder möglichst zu steigern. Wir haben schon oben gesehen, wie ihm seine Uebertreibung des Mannawunders eine Zurechtweisung zuzog *). Auch durch die künstliche Deutung der bei der Beschreibung vorkommenden Ausdrücke sucht er dies Wunder zu vergrößern'). Die Worte: ') I. wollte das Sprechen zum ganzen Volke begreiflicher machen, während E. gerade dieses als etwas Außerordentliches wörtlich beibehielt. Zu 12,21 bringt die Mech. die gleiche Controverje zwischen Jo sia und Jonathan, den Schülern Jsmaels. *> I. zieht die Annahme des Briefes vor, weil Jethro in erster Person spricht. V׳ Nicht wie Friedmann will, weil diese Gebote die Grundlehrcn des Judenthums enthalten. Auch zu 18,16 und 18,20 (ebenso zu 15,26) erklärt E. הקים mit עריוח, nach Lev. 18, 30, während I. in dem Worte als Gegensatz zu תודות, das - הוראות, ge schliche Entscheidung sei, die Deduktionen der Halacha aus dem schriftlichen Gesetze (מדרשות) erblickt (s. auch S. 45S, Anm. 3). S. oben S. 530, Anm. 3. *) S. S. 539, Anm. 3.

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