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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1882-01-01 · Heft 12 · p. Seite 538

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
31 (1882)
Issue
Heft 12
Article
Die Agada der Tannaiten
Date
1882-01-01
Page
Seite 538 (sequence 10)
Language
German
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538 Die Agada der Tannaiten. wurde es von einem Ende der Welt bis zum andern vernommen, und die Könige der Erde erzitterten aus ihren Palästen, wie es geschrieben ist : ״in seinem Palaste sagt Jeglicher: Herrlichkeit!" Dann versammelten sich Alle bei Bileam und sagten ihm: Sollte, was wir vernommen, eine'neue Sündfluth bedeuten')? Doch Bileam sagte: Längst hat Gott geschworen, keine Fluth über die Welt zu bringen. ״So bringt er uns den Untergang durch Feuer?" — Auch das nicht, erwiederte Bileam, denn Gott wird die Menschheit nicht vernichten. Was ihr vernommen, das kommt von der Offenbarung der Lehre Gottes an sein Volk, ״der Ewige giebt seinem Volke Macht". Als sie dies hörten, da sagten sie einstimmig: ״Der Ewige segne sein Volk mit dem Frieden *)!" ־2 Die Controversen zwischen Josua b. Chananja und Elea2ar aus Modiim bilden gleichsam einen fortlaufenden Doppelcommentar zu den Abschnitten des E x o d n s über den Aufenthalt in Mara (15,22— 27), das Mannawunder (c. 16), den Kampf mit Amalek (e. 17) und den Besuch Jethro's (6. 18). Wir besitzen in ihnen ein ungemein lehrreiches und interessantes Zeugniß der Schriftauslegung in dieser alten Epoche der Tannaitenzeit. Auf der einen Seite tritt uns die Exegese des bibelkundigen Josua entgegen, der in der Regel den einfachen Wortsinn, die historische Auffassung des Inhaltes vertritt und dort, wo dieser der Ergänzung und Erläuterung bedürftig ist, an den Zusammenhang des Ganzen sich hält; auf der andern ד׳ לטבול ישב (י ist fragend aufgefaßt. ') Sein Urtheil über die heidnischen Völker spricht Elearar in der Deutung von Prov. 14.34 aus (s. oben S.!58, Änm) : ״Was sie an Gerechtigkeit und Milde üben, wird ihnen zur Gelegenheit, um Israel zu schmähen". Dazu citirt er Jerem. 40,3. —

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