Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 31 (1882)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Die Agada der Tannaiten
- Date
- 1882-01-01
- Page
- Seite 536 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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536 Die Agava der Tannaiten. Exod. 27,10. Aus der Benennung der ״Haken der Säulen," welche mit der des Buchstaben Waw zusammenfällt, folgert ©leazar, daß die Schrift seit Moses nicht geändert wurde'), was er auch mit Esther 8,9 bekräftigt. Die Hallelpsalmen wurden aus Veranlassung des Sieges Debora's und Baraks gedichtet'). Esther 5,4. Haman wurde deshalb von Esther zum Male geladen, um die Eifersucht des Königs und der Großen gegen ihn zu erregen * *). Hoh. 6,10. Das seltene Wort 6>בנר1ל löst er nach der Notarikon-Methode in zwei Bestandtheile auf und deutet diese als Anspielung auf ״jenes Geschlecht, welches schon in Bewegung gesetzt wird, um in's Exil zu gehen, aber dennoch nicht geht, das ist, nach 2ach. 14,2, das Geschlecht des Messias*)." In der letzten Deutung eröffnet Eleazar mit Hilfe von Bibelstellen eine Perspective auf die erhoffte Zeit der Erlösung. Auch andere messianische Schriftdeutungen besitzen wir noch von Eleazar, der mit seinem Tode den gewaltsamen Versuch, die Erlösung herbeizuführen, mitbüßen mußte und der während seines Lebens wahrscheinlich nicht wenig dazu beitrug, um die Sehnsucht nach ihr im Volke lebendig zu erhalten *). Zu Jer. ') Tos. Synh. 4,8, j. Weg. 710, b. Synh. 22 a, tradirt durch Simon b. Eleazar im Namen Eleazar b. PartLS. Die Spitze der Deutung liegt in dem Nebeneinander der Worte 'N und עמודים, daher: ווין שהן המין לעמודים, £ofefta; 3 שיהו הו׳ דומין לעמיer•; מה עמי לא נשתנו אף ווין לא נשתנו Babli. *) Pesachim 117 L. S. ob. S. 440. Meg. 15 d (s. ob. S. .26 2)קנאתו במלך קנאתו בשרים :׳.. 4) בדור שנתנדנד לגלות Schir r, z. St-, tradirt von Huna, während sein agadischer Antagonist Judan ks. Agada der bab. Amoräer S. 55! eine gleiche Deutung des Wortes auf die Zeit des Königs Chizkija im Namen E Ile z e r s, des Sohnes I 6 sß' s, des Galiläers vorträgt. ') Vgl. Frankel, Monatsschrift, Zahrg. 1854, S. 157 f.