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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1882-01-01 · Heft 11 · p. Seite 527

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
31 (1882)
Issue
Heft 11
Article
[Rezension]
Date
1882-01-01
Page
Seite 527 (sequence 5)
Language
German
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Recension. - 527 mit v. 24 gar nicht auf die Sünde der ersten Menschen, sondern aus Kain's Neid und Brudermord hindeuten will. 6k. Sap. 10,3 und Joh. 8,44. Dasselbe Streben, unser Buch dem christl. Vorstellungskreise nahe zu bringen, zeigt Vf. bei der Darstellung der Weisheitslehre. In den vier Stellen, wo Gottes Wort {Xdyog <rot׳) ermähnt wird, von denen zwei überdies wörtliche Citate (aus Deut. 8, 3 und Ps. 33,6) sind, scheint P. S. dem Vf. ״über sein Denken hinauszugehen, um das Wirken und die Attribute ^>er zweiten Person der Trinität anzugeben". Die göttliche Weisheit soll sich in doppelter Gestalt in unserem Buche prüfentiren, zuweilen als Geist, zuweilen als Wort Gottes; somit sei nicht nur die Logoslehre des Joyannesevangeliums deutlich skizzirt, sondern auch die Lehre von der Persönlichkeit des HMgen Geistes. Wir hätten also im Buche fast die ganze christliche Dogmatik angedeutet, und doch soll das Buch echt jüdischem Geiste entsprungen sein, zwischen 217 und 145.ante! Dagegen ist Vf. S. 15 ff. eifrig bemüht, die völlige Verschiedenheit der Philonischen Lehre von ver christlichen darzuthun, während doch Philo bekanntlich in viel stärkeren Ausdrücken vom Logos spricht, als es hier von der Weisheit geschieht. Des Res. Ansicht ist, um es so kurz wie möglich zu sagen, daß in allen früheren und späteren vorchristlichen Schriften weder Weisheit noch Logos als eine wesenhafte göttliche Person aufgefaßt werden darf. In Ben Sira, wo Vf. zuerst die Logoslehre findet, ist keine Spur eavon. Aber auch nicht von der göttlichen Weisheit, von der dwigen, Gott ewig immanenten Weisheit kann da (cap. 24) die Rede fein. Für Jeden, der ein wenig mit der Aggada vertraut ist, ist es auf den ersten Blick klar, daß die Weisheit, welche ״von Aufang vor der Welt geschaffen (24,9), aus dem Munde des Höchsten hervorgegangen ist (v. 3), welche lange und überall eine Ruhestätte suchte, bis ihr befohlen ward, in

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