Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 31 (1882)
- Issue
- Heft 11
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1882-01-01
- Page
- Seite 526 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2829132-2829556-2829568-2873820--21239-2873871- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
J׳i-"vrly ף• ׳יי t 5'/!'"'.526 Recension. s׳s christliche Auslegung einer kurzen Erwähnung uud Widerlel*: gung würdigt. Wenn Vf. mir Berufung auf Ginsburg's Kabfr balah S. 29 behauptet, daß auch in Talmud und Kabbala diese Identität des Teufels und der Schlange gelehrt wird, ■Vv so muß dies in Bezug auf Talmud gänzlich zurückgewiesen werden. Man denke nur an den talmudischen Grundsatz, /, .הוא שטן הוא יצר הרע, den schon Ben Sira kennt (XXI, 27). Wohl erzählen kabbalistische Schriften, daß Samatzi aus der y. Schlange sprach, um die Eva zur Sünde zu verleiten; aber auch sie sind weit davon entfernt, die Schlange und Samatzl, '5 zu identificiren. Man sieht das deutlich aus dem Schluß der : Legende : SamaA und die Schlange werden einzeln und auf Li verschiedene Weise bestraft. S. Pirke R. E. enp. 13 u. 14);:ץ, Sohar 1,35 b und III, 280 b u. a. £ , Jedoch abgesehen von dieser Mystik, welche vielleicht nicht k höher als bis zum 7. nachchristl. Jahrhundert hinanfreicht und ')demnach ohne Belang ist für das Verständniß der Sapieuz, A ' , muß zugestanden werden, daß der jüdische Volksglaube zur Zeit M?ides zweiten Tempels alle Nebel dieser Welt auf die Existenz As.' und Wirksamkeit böser Engel zurückführte und somit dem christ- ■ ׳■ lichen Dogma von der Wesenheit des Teufels als des eigeiltlichen Beherrschers dieser Welt stark vorgearbeitet hat. Diese Anschauung finden wir in allen spätern apokryphischen Schriften, welche vielleicht auch aus diesem Grunde vor dem Rationalismus der jüdischen Weisen Palästinas keine Gnade fanden und i - apokryptirt wurden. Ebenso wenig wie die letztern glaubt Z- P. S., deffen philosophische Durchbildung und Kenntniß der uggadisch-rationalistischeit Textauslegung der zeitgenössischen Pa- A lästinenser unverkennbar ist, an einen leibhaftigen Teufel; die fr - Neigung zum Bösen, bedingt durch die Lehre von der Willens- ^Z freiheit, wird von dem dichterischen Verfasser der Sapieuz einfach M personifizirt. Nicht unwahrscheinlich ist es übrigens, daß P. S.