Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 31 (1882)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Die Agada der Tannaiten
- Date
- 1882-01-01
- Page
- Seite 483 (sequence 3)
- Language
- German
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Die Agada der Tannaiten. 423 Aitf den zweiten Wunsch Hadrians entgegnet I. zuerst, daß ' Gott ein zu großes Gefolge habe, als daß der Kaiser ihn ' bewirthen könnte. Doch als dieser darauf beharrt, meint I., er könne die Mahlzeit am reichlichsten auf dem weiten Meeresstrande vorbereiten. Doch was der Kaiser den Sommer lang bereitet, das fegen die Winde in's Meer, und was er den Winter über anhäuft, das schwemmen Regengüsse hinweg. Siehst du, spottet nun Josua, das waren nur die Geringsten im Gefolge Gottes, die du bisher bewirthet hast, die Auskehrer und Nusspritzer, die in seinen Diensten sind '). Im dritten, jedoch an erster Stelle stehenden, Gespräch dieser Gruppe, knüpft der Spott des Kaisers an die prophetische Vergleichung Gottes mit einem Löwen an (Amos 3,8) : ״Wird nicht der Löwe vom täpfern Reiter erlegta)?" Die Antwort lautet, gleich der anderen auf den Gedanken des Fragenden eingehend, es sei der riesenhafte ״Löwe des Hochlandes')" gemeint. Josua's Gebet führt sogar zum Beweise für seine Aussage dieses Fabelthier herbei, dessen Brüllen von 400 Meilen Entfernung ״Brücken und Mauern von Rom einstürzen" und von 300 Herrlichkeit giebt lob. S. 253): ומה שמשא דחד מן אלף אלפי חיוא שמשי .דקמי קודשא ברין הוא ניחא אכולי עלמא שכינתא וק״בה עא״כו .הני כנושאי זלוחאי דאתו קמיה <י אלהיכם כאריה מתיל .... מאי רבותיה פרשא קפויל אריה (י Chullin 59 5. -4)אריא דבי עילאי. Derselbe wird von Jehuda, dem Schüler Rabs als identisch mit dem מנרמ erklärt. Vgl. Lewysohn, Zoologie des Talm., 70 s. Daß ״ אריאLöwe" bedeutet und nicht, wie Ko Hut, Jüdische Angelologie, S. 103, meint ״arisch“, ist selbstverständlich, ebenso wie die Gleichstellung von פוגרם mit thrigät aus der Lust gegrifsen ist. — בי עילאי, auch in dem Thiernamen פוביא דבי עילאי Chullin ih.), ist eine der im bab. Talmud häufigen Verbindungen von בי, deren zweiter Bestandtheil wol nichts anderes ist, wie das aramäische עילאי, oberer. Der Ausdruck bedeutet also Hochland, etwa das medische» Lühista». Vgl. Z. d. D. M. G., Bd. XXVIII, S. 9. 31'