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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1882-01-01 · Heft 10 · p. Seite 478

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
31 (1882)
Issue
Heft 10
Article
[Rezension]
Date
1882-01-01
Page
Seite 478 (sequence 3)
Language
German
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478 öfter inkonsequent vor. So erklärt er z. B. den Namen Bßlsazar S. 133 ganz richtig als entstanden aus LH — sar — usar — Bel, schirme die Krone, nimmt also usur für den Jmper. von 182 an, während er S. 124 das usur in demselben Namen als gleichbedeutend mit אשר --- אסר hinstellt, eine Erklärung, welche sich weder bei diesem Worte grammatikalisch rechtfertigen läßt, noch bei dem Namen Nebucadnezar, den Verfasser aus dieselbe Weise zu etymologifiren versucht. Auch bei den Götternamen ist manches Berichtigende von Nöthen. Die Bezeichnung des 3ין oder Baman durch das akkadische Mu— ix kann entschieden nur auf einem momentanen Jrrthum des Verfassers beruhen, da es ja allgemein fest steht, daß diese Bezeichnung nur dem Gotte War zukommt. Ferner kann Um — üruk nidjt — אס ארף fein, da das erster» Zeichen im Babilonischen nie Mutter bedeutet, sondern als Ideogramm für Jstar — Bilit vorkommt (S. Norris Dict. 937) Um würde also sein --- Ummu ---- Nummu — Damat, von Uruk (— Istar von 7)1א) eine Göttin, welche noch zu Nebucadnezars Zeiten in ^אר verehrt wurde. V Ueberhaupt ist der Begriff und Charakter der Göttin Istar nicht klar und deutlich genug dargelegt worden, und wenn Verfasser auch auf Uenormanä hinweist, so ist der Bericht selbst dort nicht erschöpfend und übersichtlich genug. — Istar ist die Göttin des Morgen- und damit zugleich des Abend-Sternes (Venus mir). Als erstere hat sie einen frischen, selbstthätigen Charakter und ist als solche auch die bilit — taliazi (Herrin des Kampfes), während sie als Göttin des Abendsternes das weichliche, empfangende Prinzip, die Göttin der Liebe (Mylitta) vorstellt. Auf diesen Dualismus ihres Wesens ist wohl auch ■ . .. V die Mehrheit עשתרות assyr. istaräti, zurückzuführen.

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