Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1882-01-01 · Heft 10 · p. Seite 450

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
31 (1882)
Issue
Heft 10
Article
Die Agada der Tannaiten
Date
1882-01-01
Page
Seite 450 (sequence 18)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2829132-2829556-2829567-2873759--21154-2873786
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

450 Die Agada der Tannaiten. Haus, aber lasse eine kleine Stelle ungetüncht, zur Erinnerung an Jerusalem; man rüste Alles, was zur Mahlzeit gehört, aber lasse eine geringe Lücke in der Vorbereitung, zur Erinnerung an Jerusalem; die Frau schmücke sich wie bisher, nur etwas Geringes lasse sie weg von ihrem Schmucke, zur Erinnerung an Jerusalem י)! — Ein anderer Fall, in dem Josua mit seiner BeredtsaMkeit übereifrige Skrupulosität besiegte, wird aus der Zeit berichtet, in welcher zu Beginn der Regierungszeit Hadrians der Bau des Heiligthums gestattet worden war'). Da hätte man, wie Simon b. A22ai berichtet'), in der zum Holzbewahren dienenden Tempelkammer Menschengebeine gefunden und die Weisen wollten deshalb Jerusalem für unrein erklären. Da erhob sich Josua und sagte: ״Wäre es keine Schmach und Schande für uns, wenn wir die Stadt unserer Väter für unrein erklärten? Wo sind denn die Todten der Süudfluth, wo die durch Nebukadnezar Erschlagenen, wo dis seit dem letzten Kriege Gefallenen*)?" Als der kurze Traum der Wiederher. stellung des Heiligthums zu Ende war, und das Volk wegen der Zurücknahme der Erlaubniß sich offen zu empören drohte, da war es wieder der greise Josua, der die Aufregung beschwichtigte, in einer Rede, welcher er eine äsopische Fabel zu Grunde Aehnliches berichtet, wie die erste von Josua iBaba bathra id.). Gr ätz, IV', 426, führt daher mit Unrecht den fraglichen Satz als J.'s ״Grundsatz" an. ') Die Einführung כך אמרו חכמיבש zu Beginn dieser drei Lehrsätze, welche zum Theil auch T^>s. Baba bathra 0. 2 Ende zu lesen sind, scheint nicht ursprünglicher Bestandtheil der Rede J.'s zu sein, da er jene Lehrsätze wohl selbst aufstellte. ') G ratz IV 138 f-, 442 ff. Derenbourg 414f. ') Tos. Edujoth 3,3. In b. Lebachim 113 a citirt von Jochanan, doch ohne Nennung des Tradenten Ben A rr a i. Dieser fand wol bei dieser Gelegenheit die genealogische Rolle, die oben (S. 228) erwähnt wurde. *) Die Mischna hat von diesem Berichte nur einen kleinen Rest erhalten, Edujoth 8.5. S. R. A. b. D.'s Commentar z. St.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.