Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 31 (1882)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Eine masoretische Studie
- Date
- 1882-01-01
- Page
- Seite 400 (sequence 16)
- Language
- German
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400 Ein masöretische Studie. gesetzt und darüber ein Querstrich, so daß das Ganze ein' Viereck andeutet (□ gekürzt n.), Daß dieser Distinktiv-Accent ursprünglich die Quadratfigur hatte, dafür spricht die Be- Zeichnung רביע‘), das im Talmudisch-Aramäischen die Bedsujung viereckig hat (so richtig Pinsker a. a. O. S. 23). Wo die größere und wo die kleinere Zwischen-Pause oder wo Zakeph oder Rebia anzubringen sei, darüber herrschte selbstverstündlich Schwankung. Die Masora zählt 11 Verse auf, in denen bei gleichen Wörtern das eine mal Sakeph und das andere mal Rebia gesetzt ist * *). In der babylonischen Accentuation steht sehr oft Rebia, wo in der babylonischen Zakeph gesetzt ist (vgl. Pinsker p. 26,4). Auch diese beiden Zwischen- Pansen-Accente haben Zeichen, die sie oft begleiten (vgl. p>- unten). Diese vier Hauptdistinktive entwickelten sich augenscheinlich aus dem Längenstrich Pestk, allerdings nach den Figuren der babylonischen Accentuation. Es giebt aber noch zwei Fälle für Pausen, einmal für eine Minimalpause, wenn ein einzelnes Wort oder höchstens zwei' als getrennt von den folgenden gelesen werden sollen, oder wenn der Vers so weitgegliedert ist, daß er in drei statt in zwei gethsilt werden kann. In dem ersten Fall ist diese Minimal-Pause durch תביר bezeichnet'). ') Das רביע גמל in den poetischen Schriften hat in den Handschriften noch die Spur eines Quadrat ♦_ und ebenso das רביע מגרש Der üblich gewordene Punkt für dieses Accent ist eine Abschwächung. *) Ochla we-Ochla N. 227. י״ א זוגין מן תרץ בענץ קדמא ר ב י.ע חנעא »ssp. Vgl. Frensdorffs Anmerk, dazu, woraus hervorgeht, wie schwankend die Accentuation ist. ') Daß תביר ein isolirter Distinktiv ist, beweist seine Stellung in der babl. Accentuation, wo es öfter siir das ebenfalls isolirte Zakeph Gadol steht. Eher kann das Zeichen תביר im babyl. ein kleines Rebia sei», dem es sehr ähnlich ist, und öfter bei einem Worte steht, das ein Mbia erfordert (vgl. Pinsker das. p. 28); davon käme vielleicht in dem Poetischen Accent-System die Unterscheidung von רביע גדול u. ר' קטן.