Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 31 (1882)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Eine masoretische Studie
- Date
- 1882-01-01
- Page
- Seite 399 (sequence 15)
- Language
- German
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Ursprung der Accentzeichen im H ebräischen. 399 'das Verbum סחף bedeutet im Aramäischen des Talmud ״u mstürz en". Da die Neigung, der Babylonier Nakdanim dahin ging, die Zeichen stets oberhalb der Zeile zu setzen, so wurde auch dieses Zeichen für die Pause der Vershälfte oben gesetzt, und da es sich durch seine Figur von den Vocalzeichen unterscheidet, konnte es getrost diese Position einnehmen, ohne daß eine Verwechselung mit diesen hätte statlsinden können. Wahrscheinlich wurde diese Figur deßwegen aus zwei schrägen Linien gebildet, weil zwei oben neben einander gesetzte senkrechte Linien (") für zwei u-Zeichen gehalten werden könnten. Die Vorpäüse zu Sichpha (Athnach) ist ihm ähnlich (vgl. w. u.). Innerhalb einer Vershälfte wurden kleinere Versglieder bemerkt, welche syntaktisch eine gewiße Selbstständigkeit beanspruchen, und auch wohl durch noch geringere Pausen von dem Folgenden getrennt gelesen wurden. Diese Pausen mußten ebenfalls durch ein Zeichen markirt werden. Zweierlei Zeichen wurden dafür eingeführt, für die relativ größere Zwischen-Panse ein senkrechter Strich und ein Querstrich unweit des obern Endes durchgezogen (f, in + abgeschwächt). Diese Figur hat die Gestalt eines Galgens oder Kreuzes und wurde auch so genannt.■זקף oder זלןסא. Auch für diesen kleinern Distinktiv-Accent bildete die Figur des Pesik die Grundform; Er mußte durch den Querstrich modificirt werden, weil er ebenfalls oberhalb gesetzt werden sollte, und ohne den Querstrich für das Vocalzeichen a (1) hätte gehalten werden können. Für die Bildung der relativ kleinern Zwischen-Panse wurde ebenfalls der Längenstrich des Pesik beibehalten, aber doppelt סחופי בצירי (Heidenheim מ״ט p. 5 b N.); diese Bezeichnung stammt gewiß aus einer babylonischen Masora. Die übliche Figur für Athnach ׳v ist offenbar erst der babylonischen nachgebildet.