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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1882-01-01 · Heft 9 · p. Seite 393

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
31 (1882)
Issue
Heft 9
Article
Eine masoretische Studie
Date
1882-01-01
Page
Seite 393 (sequence 9)
Language
German
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Ursprung der Accentzeichen im Hebräischen. 393 , Theil richtig, daß in diesem Falle immer das Zeichen Legarms! gesetzt ist (1-3). Ganz richtig ist es nicht, da dieses Zeichen in der Regel nur vor dem Zeichen Rebia vorkommt (das. 1, 2) ׳das Pesik dagegen auch vor anderen Accenten erscheint, wie die in der Dikduke angeführten Beispiele zeigen (Josua 19,21 אלעזר הכהן 1 (יהושע, Esra 6,9), wo auf das Zeichen > זד Groß- Paser (קתי פרה) folgt. In den Ausgaben ist sehr oft dieses Zeichen vor Paser und Sakef gesetzt; man weiß daher nicht recht, ob es Legarms oder Pesik ist. Diese Confusion wird noch durch die Erscheinung in den drei poetischen Büchern (ספרי אפה) vermehrt, in welchen so häufig die Accentzeichen Azla-Legarms und Mehupach-Legarmö Vorkommen; sie haben stets den Pesik-Strich (!) neben sich. Wie kommen diese beiden sonst untergeordneten Accente zur Ehre des Distinctiv-Ranges? Die Grammatiker-begnügen sich dabei mit der Angabe: In dem einen Falle wird Azla gefetzt, in einem andern Fall Mehupach, und welche Conjunctive dabei ihre Dienste leisten. Aber auf den Grund der Erscheinung ist keiner eingegangen. Das Verhältniß des Legarms zu Pesik ergiebt sich aus dem Verzeichniß der im Pentateuch, in den Propheten und Hagiographen vorkommenden Pesik-Zeichen, welches in der Masora finalis der Biblia Rabbinica zu Ende des Buchstaben פ von Jakob b. Chaijun zusammengestellt wurde. Dieses Verzeichniß beweist aber, wie unzuverlässig die masoretischen Angaben sind, da auch bezüglich der Pesik weitgehende Divergenzen geherrscht haben. So sind von Deuteronomium zwei Verzeichnisse der Stellen mit nanten כ, wie es scheint, um die Labialen auseinander zu halten :שני אנשים 1 במחנה — אברהם בבקר — היום | מיד — שלש פעמים | בשנה. Anstatt sich mit den Gaja und ähnlichen unfruchtbaren Minutiösen zu plagen, deren Confusion doch nimmermehr gelichtet werden kann, sollten die Masora-Kundigen ihre Aufmerksamkeit dieser Erscheinung zuwenden, welche für die ursprüngliche Aussprache des M-Lautes von Wichtigkeit ist.

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