Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1882-01-01 · Heft 9 · p. Seite 391

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
31 (1882)
Issue
Heft 9
Article
Eine masoretische Studie
Date
1882-01-01
Page
Seite 391 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2829132-2829556-2829566-2873711--21102-2873728
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Ürfptütt0;^er:^<ce1ltBe{^en _;391■ ־ gleichviel ob dieses Zeichen durch eine Spatie oder durch einen Strich gegeben war, wie jetzt Mich ist. Mag endlich die Redaktion dieses agadischen Buches (zu Exodus'» noch so spät angesetzt sein, diese agadische Deutung gehört der talmudischen Zeit an; wahrscheinlich ist ihr Autor R. Jizchak b. Pinehas, der in der Ägada häufig vorkommt (סתם ר׳ יצחק דאגדחא ר' יצחק בר פנחס)• Dieses Pesik- (oder Pasek-) Zeichen, das, wenn nicht von Anfang an, doch wohl bald die Form eines Längen-Strichs oder Pfahls angenommen (daher auch טקל genannt), spielt eine Rollein der Ausprägung der Accentzeichen und verdient daher eine eingehendere Behandlung, als ihm bis jetzt zugewiesen wurde. Ueber die Bedeutung dieses Zeichens ist aus alter Zeit nur die einzige Notiz in der unterdem Namen Ben-Ascher cursirenden grammalischen Sammlung bekannt '). Daselbst ist angegeben, daß das Pesik in 5 Fällen gesetzt wird: I) Zwischen 2 Wörter, deren erstes mit demselben Buchstaben endet, den das zweite im Anfang hat, um eine Absorption der Consonanten zu verhindern (2 .ף להפריד אות מחברתה שהיא כטור. ובאה ללןחסה) Zwischen י) Nr. 28 in der Ausgabe Baer-Strack der דקדוקי הפועמים; sie findet sich indeß nur in der ersten venetianischen Biblia Babbinica zum Schluß und in einer Handschrift der Synagoge Siciliano in Rom, auch ausgezogen von Heidenheim in 11,1 משפסוי המעמיבם. *) In Handschriften und in einigen Ausgaben ist in bei gleichlautenden Consonanten am Ende und im Anfang in den letztern ein Dagesch angebracht, wenn b ei de Wörter mit ein em Makkap h verb u n d e n sind, weil dadurch das Pesik nicht angebracht werden kann z. B. בך3ון ,עבם־משה .אםפ״מהוט. Durch Gedankenlosigkeit Haben es auch einige super-aeeurate Abschreiber zwischen zwei Wörter ohne Makkaph gesetzt, z. B. bei ונעלבם ממנו, wo ein Pesik stehen sollte. Delitzsch hat die Bedeutung dieses Dagesch verkannt. Er bemerkt: 8aepius Dagessationi substituitur lineola Pasek duobus ejus modi vocabulis interposita, velut מפניך l רביבם. (Einleitung zu Baers Ausgabe von משלי p. XIV fg.). Allein man kann davon sagen : ונעלם ממנו. Wo ein Pesik angebracht werden kann, braucht nicht ein Dagesch zu stehen. Beide schließen einander aus. Die Nachläffigkeit, das Pesik erforderlichen Falles zu setzen, hat die Masoreten und Grammatiker zu Jrrthümern geführt, da Ausnahmen zu constatiren, wo keine sind.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.